Rezension Traumlos – Im Land der verlorenen Seelen


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Über die Autorin

Jennifer Jäger wurde 1992 in Neustadt a. d. Weinstraße geboren und zog nach langen Jahren in Würzburg nach München, um Germanistik zu studieren. Schon als Kind wurde ihr Leben von ihren zwei großen Leidenschaften bestimmt: dem Schreiben und Tanzen. Da sie zudem gern mit Lesern in Kontakt tritt, entschied sie sich, ihre Texte als Indie-Autorin zu veröffentlichen. Bis heute teilt sie in ihrem Blog regelmäßig ihre Schreiberfahrungen mit der Welt. Textquelle 


Klappentext

Die siebzehnjährige Hailey kann nicht träumen und das, obwohl sie in einer Gesellschaft lebt, die durch ihre Träume gesteuert wird. Der Regierung ist sie ein Dorn im Auge und es dauert nicht lange, da muss auch Hailey an den Ort der Traumlosen – in die "Klinik", aus der keiner jemals zurückgekehrt ist. Doch dort lernt sie den ungewöhnlichen Jungen Caleb kennen, der ihr nicht nur hilft hinter das Geheimnis der Regierung zu kommen, sondern an den sie auch ihr Herz verliert …

Den Link zur Leseprobe findet ihr HIER

                                                                          Cover

Das Cover von Traumlos finde ich wirklich sehr schön. Das Gesicht des Mädchens ist gut getroffen und erweckt nicht den typischen langweiligen Eindruck, wie es Cover mit Mädchen sonst häufig tun. Außerdem mag ich die Farbwahl sehr, die für mich irgendwie sehr gut zu diesem Traum-Thema passt. Die Pose des Mädchens, nämlich liegend, passt ebenfalls zum Thema Schlaf, obwohl ihre Augen offen sind.

Fazit

Hailey kann nicht träumen, was an sich nicht schlimm wäre, wenn sie nicht in einer Welt leben würde, in der die Regierung die Träume der Menschen kontrolliert. Diese kontrollierten Träume sollen die Menschen vor den Seelenfressern retten, die all jede töten, die unkontrolliert träumen. Um dies zu verhindern wird den Leuten jeden Abend ein Traummittel zu ihrem Schutz gespritzt. Doch das kontrollierte Träumen hat auch negative Seiten, denn wer aus der Reihe tanzt, wird mit Albträumen bestraft. Doch Haileys Traumlosigkeit ist eine Gefahr für die Gesellschaft, und so wird sie in die „Klinik“ gebracht, einen Ort ohne Wiederkehr. Dort trifft sie auf Caleb, der ihr neue Hoffnung gibt und zusammen waren sie das Unglaubliche – die Flucht.

Im Prolog fängt zunächst einmal alles sehr spannend an. Ein Mädchen und ein Junge auf der Flucht. Beide sind erschöpft, doch vor allem er ist so müde, doch er darf auf keinen Fall einschlafen… Der Prolog lässt einen direkt einsteigen in diese Angst, die die Bevölkerung vor den Seelenfressern verspürt, denn wer ohne Traummittel schläft, muss sterben. Das namenslose Mädchen singt ihrem Freund ein Kinderlied vor, das diese Angst ebenso sehr gut wiederspiegelt.

Nach diesem sehr direkten Einstieg wechselt das ganze Szenario zur Hauptprotagonistin Hailey, die nach einer weiteren traumlosen Nacht erwacht, und aufgrund dieser Tatsache direkt mit ihrer Mutter in Streit gerät, welche Angst hat ihre seltsame Tochter könne ihrer Karriere schaden. Haileys Aversion gegen ihre Mutter wird sehr schnell deutlich und ist auch gut nachvollziehbar. Kurz darauf lernen wir in der Schule Haileys beste Freundin kennen, welche von ihrer Traumlosigkeit weiß, sie aber aufgrund ihrer Freundschaft nicht verrät. Insgesamt wechselt die Perspektive recht häufig und ist mal aus Haileys, mal aus Macys Sicht. Auch die Sichtweisen anderer Protagonisten werden zeitweise eingenommen. Dadurch weiß der Leser immer wesentlich mehr als die Protagonistin, was mich manchmal echt zum Verzweifeln gebracht hat.
Jennifers Schreibstil finde ich grundsätzlich recht einfach und flüssig zu lesen. Manche Dialoge waren mir allerdings ein wenig zu banal und auch einige Sachen am Plot haben mich ein bisschen gestört und wirken irgendwie erzwungen und konstruiert. Die Charaktere fand ich zwar ganz nett, ich hätte aber gerne noch etwas mehr über die zum Teil sehr wichtigen Protagonisten erfahren. Obwohl ich die Charakter an sich ganz sympathisch fand, hat mich vor allem die Naivität der meisten Charaktere gestört. Hailey ist sehr leichtgläubig und ihre Freundin Macy und deren Freund Jules laufen die ganze Zeit mit einer rosaroten Brille auf der Nase durch die Gegend. Obwohl sie gerade erst zusammengekommen sind beteuern sie sich ihre ewige Liebe und würden nach wenigen Wochen wirklich alles füreinander tun, was ich einfach ein bisschen übertrieben und nicht wirklich glaubwürdig finde.

Zur Story an sich kann ich sagen, dass ich die Idee mit den kontrollierten Träumen sehr gut finde. Doch obwohl das Buch spannend anfängt, fand ich es zwischenzeitlich ein wenig zäh und dann mal wieder zu rasant. Außerdem hätte ich gerne noch ein wenig mehr über Haileys Welt erfahren und ich finde das Drum Herum kommt ein wenig zu kurz.

Insgesamt hat mir der erste Teil von Traumlos dennoch ganz gut gefallen. Obwohl ich mich manchmal über die Charaktere aufgeregt habe fand ich die Story doch die meiste Zeit spannend und die Grundidee des Buches wirklich klasse. Ich freue mich auf den 2. Teil und hoffe, noch mehr über Haileys Welt zu erfahren.

Schönes Restwochenende



                                        

  

                                  Bewertung

♥♥♥♥♥

Weitere Infos

Autorin: Jennifer Jäger
Seiten   194
Alter : ab 14 Jahren

ISBN: 978-3-646-60002-5







                                    


                  

                                          

                      

Kommentare:

  1. Juchu :)

    Toller Blog, tolle Rezension.
    Das Buch liegt auch schon ne halbe Ewigkeit auf meinem SuB. :)

    Schade, dass es dich nicht wirklich überzeugt hat. Scheint vielen so ergangen zu sein. :-/

    Ganz liebe Grüße,
    Kim.
    http://www.kimwerner.blogspot.de/

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    1. Hallo Kim,
      vielen Dank :-)
      Ich fand die Idee wirklich ganz gut, aber man hätte noch so einiges verbessern können, um das Lesevergnügen zu steigern. Aber wer weiß, vielleicht liegt es dir ja mehr als mir.
      Liebe Grüße
      Jana

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