Rezension "Nenn mich nicht Hasi!"

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Über die Autorin

Sandra Girod, geboren 1963 und aufgewachsen in Schleswig-Holstein, ist Journalistin und arbeitete unter anderem für die BZ, Petra, Für Sie und als Leitende Redakteurin bei Laura. Nenn mich nicht Hasi! ist ihr erster Roman. Sandra Girod lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Hamburg." Quelle

Klappentext


Hasi kann auch anders ... Angela wohnt mit ihrem Mann Jan-Rudi und den beiden Kindern Knöpfchen und Luca in der Hamburger Vorstadt. Alles verläuft in geordneten Bahnen – bis die spießigen Nachbarn einen Luxus-Kaninchenstall in ihrem Garten errichten und Angela klar wird: Ihr Leben ist stinklangweilig! Eine Affäre scheint die Lösung zu sein, und wer würde sich dafür besser anbieten als Arwid, der flirtende Fleischer vom Wochenmarkt, der auch noch wie ein hanseatischer Brad Pitt aussieht? Doch einen romantikfreien Kurztrip mit der Norwegen-Fähre und eine verwirrende Nacht am Elbstrand später muss Angela erkennen: In der Liebe hat meistens das Chaos das letzte Wort …Quelle

Leseprobe


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Cover


Das Cover finde ich sehr prägnant und es betont gekonnt „Hasis“ Stimmung. Denn Hasi beschließt, mal etwas härtere Bandagen aufzufahren. Natürlich ist der knallpinke Hase mit dem Patronengürtel und dem Gewehr auch auf jefen Fall ein Eyecatcher, an dem man sicher nicht einfach vorbei geht. Es ist auf jeden Fall mal was anderes, und ich finde es gelungen. Auch wenn der Satz „Nenn mich nicht Hasi!“ gerne öfter hätte fallen fürfen.

Über das Buch

Angela „Anjela“ hat langsam genug. Trotz akademischem Abschluss hütet sie als gutes Hausmütterchen die Kinder und kümmert sich um den Haushalt. Wertschätzung von ihrem Mann – Fehlanzeige. Das interessanteste was in der Nachbarschaft passiert: Der neue Luxus-Hasenstall der Nachbarn. Als ihr ihre Freundinnen raten, sich mal rar zu machen und die Augen nach einer kleinen Abwechslung offen zu halten, gerät Anjela in Versuchung. Wäre es nicht schön, sich nicht mehr wie eine graue Maus zu fühlen, sondern sexy und begehrt? Der Fleischer Arwid, der auf dem Wochenmarkt immer so nett mit ihr flirtet, kommt ihr da gerade recht…

Das Buch ist aus der Sicht von Angela geschrieben, die lieber „Anjela“ und auf keinen Fall „Angäla“ genannt werden möchte. Sie ist einfach eine ganz normale Frau, gebildet, aber halt irgendwie aus der Übung gekommen, was ja auch kein Wunder ist, wenn man den größten Teil seiner Zeit mit Meschen im Kleinformat verbringt. Das sie manchmal wirkte wie ein Schaf hab ich ihr daher nicht allzu Übel genommen. Ihr Mann erkennt Leistungen nicht an, und sie fühlt sich unsichtbar. Alles was sie sich wünscht, ist ein wenig Wertschätzung. Und dann kommen ihre Freundinnen daher und reden ihr ein, eine kleine Affäre würde ihr Problem lösen, und sie würde ein wenig Spaß habe und sich mal wieder begehrt fühlen. Da kann ja nur Chaos bei raus kommen. Sie hat mir ganz gut gefallen.

Auch ihre Freundin Paula mochte ich, auch wenn ihre Moralvorstellungen nicht unbedingt das gelbe vom Ei sind. Isy hingegen, die sich immer nur mit Berichten über neue Eroberungen meldet und nicht wirklich präsent ist, hätte man auch getrost weglassen können. Die Geschichte der Nachbarn Dagmar und Michi hat mir hingegen kanz gut gefallen. Michi ist wirklich ein Ekel wie er im Buche steht, im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Schreibstil war sehr angenehm und fließend und ich musste das ein ums andere Mal Schmunzeln. Die Verweise auch Norddeutschland fand ich als Nordlicht natürlich super. Trotzdem fand ich, dass das Buch einige Längen hatte, zwischenzeitlich sehr vor sich hingeplätschert hat und hauptsächlich von Klischees lebt. Obwohl es witzig war, ist bei mir, bis auf wenige Male, keine richtige Spannung aufgekommen.

Fazit


“Nenn mich nicht Hasi!“ ist ein Roman der zum Schmunzeln einlädt, und auch dazu, mal über seine eigenen Vorstellungen von ehelicher Moral nachzudenken. Trotz einiger Längen und vielen Klischees, die ja zum Teil auch wahr sind, hat das Lesen viel Vergnügen bereitet, und ist für einen verregneten Sommertag auf jeden Fall gut gelungene Unterhaltung.

Vielen Dank an Lovelybooks.de und Blanvalet für das Leseexemplar und die schöne Leserunde.




                Meine Bewertung



Weitere Infos

Sandra Girod
Nenn mich nicht Hasi!
Roman
Paperback
320 Seiten
ISBN: 978-3-7645-0513-4
14,99 €










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