Rezension "Die Söhne der Wölfin"





Preis: € 6,99
Format: E-Book
Seitenanzahl: 591
Einzelband
ISBN: 978-3-95520-839-4
Meine Wertung: 3/5 Herzchen
Verlag: Dotbooks

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Über die Autorin

Tanja Kinkel, geboren 1969 in Bamberg, studierte in München Germanistik, Theater- und Kommunikationswissenschaft und promovierte über Aspekte von Feuchtwangers Auseinandersetzung mit dem Thema Macht. 1992 gründete sie die Kinderhilfsorganisation Brot und Bücher e.V, um sich so aktiv für eine humanere Welt einzusetzen (mehr Informationen:www.brotundbuecher.de). Tanja Kinkels Romane wurden in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt und spannen den Bogen von der Gründung Roms bis zum Amerika des 21. Jahrhunderts. 

Bei dotbooks veröffentlichte Tanja Kinkel ihre großen Romane „Die Söhne der Wölfin“, „Im Schatten von La Rochelle“ und „Unter dem Zwillingsstern“ sowie ihre Erzählungen „Der Meister aus Caravaggio“, „Reise für Zwei“ und „Feueratem“, die auch in gesammelter Form vorliegen in „Gestern, heute, morgen“. Weitere Titel sind in Vorbereitung. 

 Die Autorin im Internet: www.tanja-kinkel.de

Klappentext

Der Glanz der Macht, das Feuer des Ehrgeizes und das Herz einer Frau: Tanja Kinkels Bestseller „Die Söhne der Wölfin“ jetzt als eBook bei dotbooks.

Sie ist die Tochter eines Königs und Priesterin einer Göttin, Opfer und Täterin zugleich. Als man die etruskische Prinzessin aus ihrer Heimat verbannt, beginnt für sie das Abenteuer ihres Lebens: Ilian bringt zwei Söhne zur Welt, denen sie die Namen Romulus und Remus gibt. Den beiden soll gelingen, was ihr verwehrt blieb: Sie sollen herrschen! Doch wer nach den Sternen greift, braucht einen mächtigen Verbündeten – und nur das Orakel von Delphi kann Ilian helfen, den kühnen Plan zu verwirklichen. Aber die Gunst des Orakels hat einen hohen Preis. Und so muss Ilian als seine Spionin in das ferne Ägypten reisen, mitten hinein in den Krieg dreier Völker.

Leseprobe

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Cover

Ich finde das Cover schlicht und schön. Die Frau mit ihrem stolzen Blick und ihrer schlichten Kleidung, kann ich mir sehr gut als Ilian vorstellen.

Über das Buch

Ilian dient im Tempel in Alba als Priesterin, und hat gute Aussichten, einmal dort Hohepriesterin zu werden, doch dann wird Ilian schwanger. Sie behauptet, dass Kind wäre von einem Gott, doch man glaubt ihr nicht, und ihr Onkel, der ihren Vater einst vom Thron stieß, fürchtet einen männlichen Erben, verbannt Ilian und gibt sie dem Bauern Faustulus zur Frau. Die zunächst sanftmütig und unschuldig erscheinende Ilian bringt schließlich Zwillinge zur Welt. Um ihre Söhne ihrer göttlichen Bestimmung zuzuführen, macht sich Ilian auf den Weg, um ihren Weg zu ebnen. Dabei führt sie ihr Weg zum Orakel nach Delphi, und auch ins ferne Ägypten.

Die Perspektiven wechseln immer wieder, so dass man verschiedenen Perspektiven kennen lernt. Dennoch muss ich sagen, dass mir die meisten Personen nicht wirklich nahe gekommen sind. Alle Protagonisten stehen in Verbindung zu Ilian, über die ich gern mehr erfahren hätte. Aber sie blieb mir das ganze Buch hindurch irgendwie fremd. Am Anfang war sie mir noch sympathisch. Ein armes Mädchen, das ihrem Schicksal nicht entkommen kann, und ein Spielball der Mächte ist. Dies ändert sich aber bald, und alles, was man von Ilian dann noch mitbekommt, ist ihr Hass, auf wen genau, war mir nicht immer ganz klar. Ihre Motivation konnte man erahnen, aber ihre Handlungen fand ich nicht immer nachvollziehbar. Sie ist ziemlich gefühlskalt und beeinflusst mit ihrer Art, alle in ihrer Umgebung, immer auf ihren eigenen Vorteil bedacht.

Auch Ilians Söhne, Romulus und Remus, spielen wichtige Rollen, aber mit keinem von ihnen konnte ich warm werden. Remus ist ein tollkühner Junge, dabei aber gutmütig und naiv. Romulus hingegen ist verschlagen, und von seinem Hass und seiner Eifersucht getrieben. Mir kam er bis zuletzt allerdings eher wie ein trotziges Kind vor. Die Personen, die mir letztendlich am nächsten kamen waren Ilians Mann Faustulus, der ein ehrlicher Bauer ist, und von ausgeglichenem Gemüt ist, sowie der Barde Ulsna, der sehr menschlich war, und nachvollziehbar handelte, sowie die Hetäre (eine hochgebildete Prostituierte) Prokne, deren Handeln man ebenfalls gut nachvollziehen konnte.

Insgesamt fand ich die Geschichte zwar schön erzählt, hab mich aber gerade am Anfang oft geärgert, da ich über die Geographie dieser Welt, also dem Mittelmeerraum des 7. Jahrhunderts vor Christus, leider nicht besonders viel Ahnung habe. Es war keine Karte voran gestellt, und obwohl mir manche Namen natürlich etwas sagten, wusste ich von kaum einem Ort, wo er lag. Es wäre schön gewesen, eine Karte voran zu stellen, um so Ilians Weg besser nachvollziehen zu können. Das hat mir sehr gefehlt. Dadurch, dass die Geschichte sehr lang war, fand ich es manchmal etwas anstrengend, da häufig meist gar nicht so viel passiert ist. Ein weniger dickes Buch hätte hier wahrscheinlich für einen besseren Spannungsbogen gesorgt, der so häufig abflachte. Tanja Kinkels Schreibstil finde ich jedoch sehr angenehm zu lesen.
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Fazit

“Die Söhne der Wölfin“ ist ein historischer Roman, der historische Überlieferungen und Fiktion gekonnt miteinander verwebt. Dabei kam mir leider kaum einer der Charaktere wirklich nahe, und durch die Länge des Buches, konnte die Spannung oftmals nicht aufrechterhalten werden. Für Historienfans zu empfehlen, wer in dem Genre neu ist, sollte vielleicht mit weniger schwerer Kost mit sympathischeren Protagonisten anfangen..

Ein großes Dankeschön an Dotbooks und bloggdeinbuch.de




                Meine Bewertung













Kommentare:

  1. Was für eine scöne Rezension, das Buch hat mich neugerig gemacht. Weißt du zufällig, ob es auch als Print rhältlich ist?

    Liebste Grüße, Krissy
    www.tausendbuecher.blogspot.de

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    1. Hallo Kristin,
      entschuldige die späte Antwort, bin etwas im Stress momentan. Die E-Book Ausgabe von Dotbooks ist eine Art Neuauflage und der Roman ist eigentlich schon früher erschienen, es müsste ihn also auch noch als Print geben. Wenn nicht mehr neu, dann auf jeden Fall irgendwo gebraucht.
      Ich schau gern auch mal bei dir vorbei :-)
      Liebe Grüße
      Jana

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