Rezension "Schicksalstanz - Die Töchter der Elfe"





Titel: Schicksalstanz – Die Töchter der Elfe
Autorin: Nicole Boyle Rødtnes
Übersetzt von: Christel Hildebrandt
Reihe: 1/3 Die Töchter der Elfe
Preis: 14,95 €
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 282
ISBN: 978-3-407-74595-8
Meine Wertung: 3/5 Herzchen
Verlag: Gulliver
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Über die Autorin

Nicole Boyle Rødtnes ist eine dänische Schriftstellerin. Sie wuchs in Kopenhagen auf und besuchte eine Schule für Kinder- und Jugendliteratur. Sie schreibt v.a. Fantasy- und Kinder- und Jugendbücher. Der fantastische Jugendroman "Die Töchter der Elfen" ist ihr erstes ins Deutsche übersetztes Werk und Auftakt zur gleichnamigen Reihe.

Klappentext

Das Schicksal ist unerbittlich und unaufhaltsam ...

Mit ihren magischen Tänzen ziehen die Schwestern Rose, Azalea und Birke alle in den Bann. Die Mädchen wirken wie normale Teenager, aber in Wahrheit sind sie Elfen wie ihre verstorbene Mutter und brauchen die Energie der Menschen, um überleben zu können. Ein Geheimnis, das ihr Vater um jeden Preis zu schützen versucht. Als der attraktive Malte neu in die Schule kommt, gerät das abgeschottete Leben der Mädchen durcheinander. Birke verliebt sich haltlos in ihn, aber eine Beziehung zwischen ihnen beiden darf nicht sein. Während Malte beginnt, verbotene Fragen zu stellen, weil Birke ihn abweist, wird eine tote Elfe im Wald gefunden – und das Unheil nimmt seinen Lauf ...

Leseprobe

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Cover

Das Cover wirkt zunächst einmal recht gewöhnlich, den es ist mal wieder ein Mädchen darauf zu sehen. Dennoch ist es schön, und vor allem nach dem Lesen erkennt man, wie sehr die Farben und vor allem die Birkenblätter passen. Denn schließlich heißt die Hauptprotagonistin des Buches Birke. Ich bin gespannt, ob auf den nächsten beiden Bänden die anderen beiden Schwestern gezeigt werden.


Über das Buch

Birke und ihre Schwestern Rose und Azalea wirken auf den ersten Blick wie normale Mädchen, doch sie verbergen ein Geheimnis. Wie ihre Mutter sind sie Elfen, doch anstatt bei diesen zu Leben, versucht ihr Vater alles, um sie vor ihnen und allen sonstigen Gefahren, vor allem der Entdeckung durch die Menschen, zu schützen. Doch die Mädchen tragen ein eindeutiges Erkennungsmerkmal, und als Birke trotz dem Verbot ihres Vaters Malte, dem neuen in der Schule, näher kommt, führt dies umgehend zu Problemen. Und dann taucht plötzlich auch noch eine Elfe auf…

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Birke erzählt, und man erfährt so natürlich am meisten über sie, ihre Gefühle und Empfindungen. Sie war mir mit ihrer ruhigen Art schnell sympathisch, auch wenn ich fand, dass sie manchmal ziemlich langsam geschaltet hat. Durch sie hat man aber auch viel über ihre beiden Zwillingsschwestern erfahren, und über ihre Art zu leben, die ich mir sehr schwierig vorstelle. Die Elfen haben nämlich ein Problem, sie haben ein Loch in der Brust, durch das man durch ihren Oberkörper hindurchsehen kann. Alle Aktivitäten, bei denen so etwas auffallen könnte, sind daher für die Mädchen Tabu, und so werden sie in der Schule für sonderbar gehalten, und auch Freundschaften halten dem Druck ihrer Geheimnisse kaum stand. Auch Birkes Schwestern haben mir in ihren Beschreibungen gefallen und waren sehr unterschiedlich. Zum einen die ruhige und besonnene Azalea, die als Älteste immer auf Seiten ihres Vaters steht und stets ernst und erwachsen agiert. Sie tat mir manchmal sehr Leid, denn sie scheint keine richtige Kindheit gehabt zu haben, und sie oft um ihre Schwestern und ihr Geheimnis zu sorgen. Über ihre Gefühle erfahren wir ansonsten aber leider sehr wenig. Und dann ist da noch Rose, die Jüngste, die mit ihrer quirligen und oft aufmüpfigen Art nicht nur ihren Vater, sondern auch Azalea in den Wahnsinn treibt. Sie will einfach nur leben wie eine normal 15-Jährige, und sich nicht von der Tatsache, dass sie eine Elfe ist, einschränken lassen. Ihr Hunger nach Leben ist wirklich bemerkenswert, und ich mochte sie ebenfalls sehr, auch wenn sie für einige Schwierigkeiten sorgt.

Sehr schade fand dich, dass man über Elfen gar nicht so viel erfährt. Die Mutter der Mädchen ist tot, und ihr Vater weiß zwar einiges über Elfen, aber anscheinend bei weitem nicht genug, und aus seiner Fürsorge heraus ist er auch nicht bereit, sein Wissen zu teilen. So erfahren wir lediglich einige wenige Details. Und auch bei der Liebesgeschichte zwischen Malte und Birke gab es für mich Mankos. Es hat bei mir leider nicht so richtig gefunkt. Es war eine relativ typische Teenieliebe auf den ersten Blick, der sich das Problem von Birkes Elfendasein in den Weg stellt

Was den Spannungbogen der Story angeht, so muss ich sagen, dass ich diesen irgendwie vergeblich gesucht habe. Es war zwar nicht mega langweilig, aber letztendlich basiert die Geschichte hauptsächlich aus Birkes Gefühlen und einigen wenigen Ereignissen. Sie steuert eher langsam auf einen Höhepunkt zu, der dann etwas schnell abgehandelt wurde und leider viele Fragen offen lässt. Und natürlich gibt es auch einen Cliffhanger. Auf Action muss man bis auf eine kurze Sequenz verzichten, und bis auf die Geheimnisse, die die Elfen umgeben, ist die Story bisher ziemlich geradlinig und z.T. vorhersehbar. Der Vorzug der Geschichte sind ganz klar ihre Charaktere und tolle Atmosphäre.

Fazit

“Schicksalstanz“ ist der erste Band einer bisher eher ruhigen Geschichte ohne viel Action, dafür mit einigen Geheimnissen und einem Hauch Romantik. Insgesamt fehlte mir allerdings etwas an Schwung und Spannung, und die vielen offenen Fragen und der Cliffhanger ließen mich am Ende unbefriedigt zurück. Die Charaktere mochte ich jedoch sehr gern, und wer ohne große Spannung und Action auskommt, und einfach eine gelungene Atmosphäre und sehr unterschiedliche Charaktere erleben will, sollte dennoch einen Versuch wagen.

Mein Dank geht an Gulliver bzw. Beltz sowie BloggdeinBuch.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.




                Meine Bewertung



  








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