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Rezension "Das Geheimnis des Nordsterns"





Titel: Das Geheimnis der Nordsterns
Autorin: Karin Seemeyer
Reihe: Die Sehnsucht der Albatrosse 2
Preis: 4,99 €
Format: E-Book
Seitenanzahl: 363
ASIN: B010QB1A5G
Meine Wertung: 4,5/5 Herzchen
Verlag: books2read
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Rezension "Der Untergang Barcelonas"





Titel: Der Untergang Barcelonas
Autor: Albert Sánchez Piñol
Reihe: -
Preis: € 24,99 [D]
Format: Gebunden mit Schutzumschlag
Seitenanzahl: 720
ISBN:  978-3-10-061607-4
Meine Wertung: 3/5 Herzchen
Verlag: S.Fischer
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Rezension - Die Tuchvilla





Preis: € 9,99 [D]
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 704
ISBN: 978-3-442-38137-1
Meine Wertung: 4/5 Herzchen
Verlag: blanvalet
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Über die Autorin

Anne Jacobs veröffentlichte unter anderem Namen bereits erfolgreich historische Romane und exotische Sagas. Mit Die Tuchvilla erfüllt sie sich einen lange gehegten Wunsch und gestaltet ein Familienschicksal vor dem spannenden Hintergrund der jüngeren deutschen Geschichte.

Klappentext

Ein Herrenhaus. Eine mächtige Familie. Ein dunkles Geheimnis …

Augsburg, 1913. Die junge Marie tritt eine Anstellung als Küchenmagd in der imposanten Tuchvilla an, dem Wohnsitz der Industriellenfamilie Melzer. Während das Mädchen aus dem Waisenhaus seinen Platz unter den Dienstboten sucht, sehnt die Herrschaft die winterliche Ballsaison herbei, in der Katharina, die hübsche, jüngste Tochter der Melzers, in die Gesellschaft eingeführt wird. Nur Paul, der Erbe der Familie, hält sich dem Trubel fern und zieht sein Münchner Studentenleben vor – bis er Marie begegnet …

Leseprobe

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Cover

Das Cover finde ich für einen historischen Roman sehr passend. Da auch ein großer Teil des Buches in den Wintermonaten spielt finde ich es super, dass auch beim Cover eine winterliche Atmosphäre geschaffen wurde. Alles in allem nicht außergewöhnlich, aber schön und passend.

Über das Buch

Die junge Waise Marie kommt als Küchenmädchen in die ehrwürdige Tuchvilla, wo sie von den Angestellten und den Hausbewohnern unterschiedlich aufgenommen wird. Während Paul, der Sohn der Familie, auf Marie aufmerksam wird, versucht die Hausherrin, ihre Töchter zu verheiraten. Während Marie sich langsam in der Villa einlebt, kommt sie langsam ihrer eigenen Vergangenheit auf die Spur.

Ein großer Teil des Buches ist aus der Perspektive von Marie erzählt, aber auch andere Charaktere kommen zu Wort. Dabei wird stets die personale Erzählform verwendet. Mir hat der Perspektivwechsel gefallen, denn so hat man nicht nur mitbekommen, was bei Marie so los war, sondern auch, was oberhalb der Dienstbotenquartiere passiert. Wie zum Beispiel bei den beiden Töchtern des Hauses, Elisabeth und Katharina, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich. Zum einen ist da natürlich Marie, die trotz ihrer niedrigen Stellung in der Gesellschaft und der Tatsache, dass sie in einem Waisenhaus aufgewachsen ist, eine erstaunlich stolze Persönlichkeit ist. Sie ist außerdem ziemlich clever, viel weniger naiv, als man vermuten würde, und weiß, was gut für sie ist. Sie war mir mit ihrer besonnenen Art sehr sympathisch. Den beiden Schwestern konnte ich beiden leider nicht sehr viel abgewinnen. Katharina ist eine launische Träumerin, die meiner Meinung nach ziemlich egoistisch handelt, und Elisabeth ist ziemlich intrigant, auch wenn ich Mitleid mit ihr hatte. Unabhängig von ihrer Sympathie haben mir die Charaktere gut gefallen und waren schön gestaltet.

Die Story hat sich zunächst langsam entwickelt. Ein Großteil der Geschichte spielt sich in der Tuchvilla selbst ab und wird durch die alltäglichen Sorgen der Herrschaft und der Dienstboten ausgemacht. Manchmal ist es dabei ein bisschen zu ruhig zugegangen, aber es kamen immer wieder spannende Phasen, in denen man zum Beispiel neue Informationen über Maries Vergangenheit bekommen hat. Man bekommt einen guten Eindruck davon, wie das Leben in so einem Haushalt damals ablief. Starre gesellschaftliche Vorgaben waren an der Tagesordnung und interessant war in der Villa auch, wie die Ansichten von Adel und reichen industriellen in Form von Johann Melzer und seiner Frau aufeinander getroffen sind. Schade war nur, dass man ansonsten von den historischen Gegebenheiten wenig mitbekommen hat.

Fazit

Die Tuchvilla ist ein gelungener Roman, mit einer schönen Story und einem tollen Schreibstil. Die Charaktere haben mir gefallen und haben sich schön weiterentwickelt. Für Fans historischer Romane ist der Roman auf jeden Fall zu empfehlen. Das Ende hat mir gut gefallen und war für mich schön rund. Ich freue mich schon auf die angekündigte Fortsetzung




                Meine Bewertung












Rezension "Das Vermächtnis von Granada"





Preis: € 19,99 [D]
Format: Gebunden
Seitenanzahl: 512
ISBN: 978-3-442-48006-7
Meine Wertung: 5/5 Herzchen
Verlag: blanvalet
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© Isabell Grubert/Random House Quelle

Über die Autorin

Ulrike Schweikert arbeitete nach einer Banklehre als Wertpapierhändlerin, studierte Geologie und Journalismus. Seit ihrem fulminanten Romandebüt »Die Tochter des Salzsieders« ist sie eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen historischer Romane. Ihr Markenzeichen: faszinierende, lebensnahe Heldinnen. Nach ihren beiden großen historischen Jugendromanen »Das Jahr der Verschwörer« und »Die Maske der Verräter« hat die vielseitige Autorin inzwischen ihre erste Fantasy-Saga für Jugendliche verfasst, die auf Anhieb ein Erfolg wurde: »Die Erben der Nacht«. Ulrike Schweikert lebt und schreibt in der Nähe von Stuttgart.

Klappentext

Eine unvergessliche Reise zu einer großen Liebe – jenseits von Raum und Zeit!

Auf den Spuren einer jungen Hofdame, die im 15. Jahrhundert an der Seite von Isabel von Kastilien lebte, ist die deutsche Journalistin Isaura mit ihrem Freund Marco auf Recherchereise unterwegs. Die historischen Orte üben eine seltsame Wirkung auf Isaura aus: Immer wieder sieht sie fremdartig gekleidete Gestalten und beobachtet merkwürdige Geschehnisse, die nicht in ihre Zeit zu passen scheinen. Als Isaura und Marco einen jahrhundertealten Palast in Córdoba besichtigen, kommt es zu einem Unfall – Isaura stürzt und verliert das Bewusstsein. Als sie wieder erwacht, scheint sie in einer anderen Welt zu sein ... Zwischen heiliger Inquisition und höfischen Intrigen: das farbenprächtige Spanien des 15. Jahrhunderts erwacht zum Leben.

Leseprobe

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Cover

Das Cover finde ich sehr schön. Es passt nicht nur gut zu einem historischen Roman, sondern auch sehr gut zum Inhalt des Buches. Zu sehen ist die Alhambra, der Palast der Mauren in Granada, der im Buch eine wichtige Rolle spielt. Dazu noch die schönen Ornamente. Für mich also ein rundum stimmiges Cover.


Über das Buch

Die Journalistin Isaura recherchiert in Spanien für ein eReportage. Als sie beschließt, dafür eine kleine Rundreise zu machen, begleitet sie ihr Freund, der spanische Arzt Marco. Doch in Cordoba kommt es zu einem Unfall, Isaura fällt ins Koma, und als sie erwacht, ist alles anders. Plötzlich findet sie sich im 15. Jahrhundert, zu Zeiten Königin Isabels, der Katholischen. Im Körper der Hofdame Teresa muss Isaura sich fortan an ein neues Leben gewöhnen und begleitet Isabels Leben und ihren Kampf gegen die Mauren. Währenddessen kämpft Marco darum, dass Isaura aus dem Koma erwacht.

Ich habe erst ziemlich spät mitbekommen, dass „Das Vermächstnis von Granada“ der zweite Band der „La Caminata“ Trilogie ist. Den ersten Band, „Das kastilische Erbe“, kenne ich bisher noch nicht, der Roman lässt sich aber auch ohne Probleme als eigenständiges Werk lesen. Aber ich werde den ersten Band auf jeden Fall noch nachholen. Der Roman verarbeitet unterschiedliche Themen und ist dabei eine gelungene Kombination aus historischem Roman und einer zeitgenössischen Liebesgeschichte, gespickt mit einem kleine Hauch Mystik in Form der Zeitreisen. Das Thema Zeitreise fand ich hier aber sehr gut verwendet. Das mystische Element wurde sparsam eingesetzt und die Zeitreise wird mehr als eine Art Seelenwanderung erklärt, was ich sehr gut nachzuvollziehen fand.

Die verschiedenen Handlungsstränge der Geschichte fand ich sehr schön. Zum einen der Teil des historischen Romans. Hier hat die Autorin sehr schön recherchiert, und wir erleben einige Episoden aus dem Leben der Isabel von Kastilien. Diese waren jedoch keinesfalls trocken, sondern sehr lebendig erzählt, wobei die Menschen im Mittelpunkt standen. Überhaupt fand ich die Charaktere sehr gelungen, und ich habe sie sehr ins Herz geschlossen. Isaura ist ein spannender Charakter. Obwohl sie plötzlich in einer anderen Zeit landet, versucht sie, sich an die Umstände anzupassen und sich gut in ihr neues Leben einzufügen. Und auch die anderen Charaktere waren toll.

Durch ihre lebendige und bildhafte Sprache hat es Ulrike Schweikert dabei geschafft, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Man konnte sehr gut mit den Charakteren mitfiebern, und bis ganz zum Schluss war mir nicht klar, wie es Enden würde. 

Fazit

„Das Vermächtnis von Granada“ ist ein toller historischer Roman mit einem mystischen Element, dass sehr gut eingefügt wurde. Die Geschichte war spannend, und obwohl man vielleicht schon etwas über die spanische Historie weiß, erwecken es die lebendigen Charaktere zum Leben und lassen einen mitfiebern. Mir hat es sehr gefallen, und ich empfehle es gern weiter.

Ein großes Dankeschön geht an blanvalet und leserunden.de für das Rezensionsexemplar. Außerdem danke ich meinen Mitlesern und Ulrike für diese tolle Leserunde.




                Meine Bewertung















Rezension "Die Söhne der Wölfin"





Preis: € 6,99
Format: E-Book
Seitenanzahl: 591
Einzelband
ISBN: 978-3-95520-839-4
Meine Wertung: 3/5 Herzchen
Verlag: Dotbooks

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Über die Autorin

Tanja Kinkel, geboren 1969 in Bamberg, studierte in München Germanistik, Theater- und Kommunikationswissenschaft und promovierte über Aspekte von Feuchtwangers Auseinandersetzung mit dem Thema Macht. 1992 gründete sie die Kinderhilfsorganisation Brot und Bücher e.V, um sich so aktiv für eine humanere Welt einzusetzen (mehr Informationen:www.brotundbuecher.de). Tanja Kinkels Romane wurden in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt und spannen den Bogen von der Gründung Roms bis zum Amerika des 21. Jahrhunderts. 

Bei dotbooks veröffentlichte Tanja Kinkel ihre großen Romane „Die Söhne der Wölfin“, „Im Schatten von La Rochelle“ und „Unter dem Zwillingsstern“ sowie ihre Erzählungen „Der Meister aus Caravaggio“, „Reise für Zwei“ und „Feueratem“, die auch in gesammelter Form vorliegen in „Gestern, heute, morgen“. Weitere Titel sind in Vorbereitung. 

 Die Autorin im Internet: www.tanja-kinkel.de

Klappentext

Der Glanz der Macht, das Feuer des Ehrgeizes und das Herz einer Frau: Tanja Kinkels Bestseller „Die Söhne der Wölfin“ jetzt als eBook bei dotbooks.

Sie ist die Tochter eines Königs und Priesterin einer Göttin, Opfer und Täterin zugleich. Als man die etruskische Prinzessin aus ihrer Heimat verbannt, beginnt für sie das Abenteuer ihres Lebens: Ilian bringt zwei Söhne zur Welt, denen sie die Namen Romulus und Remus gibt. Den beiden soll gelingen, was ihr verwehrt blieb: Sie sollen herrschen! Doch wer nach den Sternen greift, braucht einen mächtigen Verbündeten – und nur das Orakel von Delphi kann Ilian helfen, den kühnen Plan zu verwirklichen. Aber die Gunst des Orakels hat einen hohen Preis. Und so muss Ilian als seine Spionin in das ferne Ägypten reisen, mitten hinein in den Krieg dreier Völker.

Leseprobe

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Cover

Ich finde das Cover schlicht und schön. Die Frau mit ihrem stolzen Blick und ihrer schlichten Kleidung, kann ich mir sehr gut als Ilian vorstellen.

Über das Buch

Ilian dient im Tempel in Alba als Priesterin, und hat gute Aussichten, einmal dort Hohepriesterin zu werden, doch dann wird Ilian schwanger. Sie behauptet, dass Kind wäre von einem Gott, doch man glaubt ihr nicht, und ihr Onkel, der ihren Vater einst vom Thron stieß, fürchtet einen männlichen Erben, verbannt Ilian und gibt sie dem Bauern Faustulus zur Frau. Die zunächst sanftmütig und unschuldig erscheinende Ilian bringt schließlich Zwillinge zur Welt. Um ihre Söhne ihrer göttlichen Bestimmung zuzuführen, macht sich Ilian auf den Weg, um ihren Weg zu ebnen. Dabei führt sie ihr Weg zum Orakel nach Delphi, und auch ins ferne Ägypten.

Die Perspektiven wechseln immer wieder, so dass man verschiedenen Perspektiven kennen lernt. Dennoch muss ich sagen, dass mir die meisten Personen nicht wirklich nahe gekommen sind. Alle Protagonisten stehen in Verbindung zu Ilian, über die ich gern mehr erfahren hätte. Aber sie blieb mir das ganze Buch hindurch irgendwie fremd. Am Anfang war sie mir noch sympathisch. Ein armes Mädchen, das ihrem Schicksal nicht entkommen kann, und ein Spielball der Mächte ist. Dies ändert sich aber bald, und alles, was man von Ilian dann noch mitbekommt, ist ihr Hass, auf wen genau, war mir nicht immer ganz klar. Ihre Motivation konnte man erahnen, aber ihre Handlungen fand ich nicht immer nachvollziehbar. Sie ist ziemlich gefühlskalt und beeinflusst mit ihrer Art, alle in ihrer Umgebung, immer auf ihren eigenen Vorteil bedacht.

Auch Ilians Söhne, Romulus und Remus, spielen wichtige Rollen, aber mit keinem von ihnen konnte ich warm werden. Remus ist ein tollkühner Junge, dabei aber gutmütig und naiv. Romulus hingegen ist verschlagen, und von seinem Hass und seiner Eifersucht getrieben. Mir kam er bis zuletzt allerdings eher wie ein trotziges Kind vor. Die Personen, die mir letztendlich am nächsten kamen waren Ilians Mann Faustulus, der ein ehrlicher Bauer ist, und von ausgeglichenem Gemüt ist, sowie der Barde Ulsna, der sehr menschlich war, und nachvollziehbar handelte, sowie die Hetäre (eine hochgebildete Prostituierte) Prokne, deren Handeln man ebenfalls gut nachvollziehen konnte.

Insgesamt fand ich die Geschichte zwar schön erzählt, hab mich aber gerade am Anfang oft geärgert, da ich über die Geographie dieser Welt, also dem Mittelmeerraum des 7. Jahrhunderts vor Christus, leider nicht besonders viel Ahnung habe. Es war keine Karte voran gestellt, und obwohl mir manche Namen natürlich etwas sagten, wusste ich von kaum einem Ort, wo er lag. Es wäre schön gewesen, eine Karte voran zu stellen, um so Ilians Weg besser nachvollziehen zu können. Das hat mir sehr gefehlt. Dadurch, dass die Geschichte sehr lang war, fand ich es manchmal etwas anstrengend, da häufig meist gar nicht so viel passiert ist. Ein weniger dickes Buch hätte hier wahrscheinlich für einen besseren Spannungsbogen gesorgt, der so häufig abflachte. Tanja Kinkels Schreibstil finde ich jedoch sehr angenehm zu lesen.
.

Fazit

“Die Söhne der Wölfin“ ist ein historischer Roman, der historische Überlieferungen und Fiktion gekonnt miteinander verwebt. Dabei kam mir leider kaum einer der Charaktere wirklich nahe, und durch die Länge des Buches, konnte die Spannung oftmals nicht aufrechterhalten werden. Für Historienfans zu empfehlen, wer in dem Genre neu ist, sollte vielleicht mit weniger schwerer Kost mit sympathischeren Protagonisten anfangen..

Ein großes Dankeschön an Dotbooks und bloggdeinbuch.de




                Meine Bewertung













Rezension "Zeit der wilden Orchideen"





Preis: € 9,99 [D]
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 512
ISBN: 978-3-442-48006-7
Meine Wertung: 5/5 Herzchen
Verlag: Goldmann
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Über die Autorin


Nicole C. Vosseler, geboren 1972 in Villingen-Schwenningen, studierte Literaturwissenschaft und Psychologie in Tübingen und Konstanz, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Mit ihren Romanen „Unter dem Safranmond“, „Sterne über Sansibar“, „Der Himmel über Darjeeling“ und „Das Herz der Feuerinsel” feierte sie große Erfolge. Die Autorin lebt am Bodensee – mit mehr als zweitausend Büchern unter einem Dach. 

Klappentext

Singapur um 1840. Das Tor zu den Schätzen Asiens. Ein Magnet für Schiffe und Menschen aus aller Welt. Hier lebt Georgina nach dem Tod ihrer Mutter weitgehend sich selbst überlassen. Im üppig wuchernden Garten am Meer kann das Mädchen mit den veilchenblauen Augen umherstreifen und ihre Einsamkeit eine Zeit lang vergessen. Eines Tages findet sie dort einen verletzten Jungen: Raharjo, der dem Volk der Orang Laut angehört, den "Meeresmenschen". Wie vom Schicksal gelenkt, kreuzen sich ihre Wege über Jahrzehnte hinweg immer wieder, und diese Liebe, die nicht sein darf, verändert nicht nur ihrer beider Leben für immer.

Leseprobe

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Cover

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut und lässt einen direkt an tropische Gefilde denken. Der Vogel auf dem Cover ist ein Königsfischer, und kommt im Buch ebenfalls vor, was eine weitere schöne Verbindung knüpft. Alles in allem finde ich das Cover sehr stimmig, passend zum Thema, und es ist auch mal keine Frau auf dem Cover.


Über das Buch

Die kleine Georgina wächst in Singapur auf, ihre Mutter starb, als sie noch klein war, und ihr Vater kümmert sich kaum um sie. So tobt das Kind durch den Garten und entdeckt in seinem verwilderten Teil, nahe am Meer einen alten Pavillon, wo sie Raharjo, dem Jungen aus dem Meer, zum ersten Mal begegnet. Als Georginas Vater beschließt, seine Tochter zur Erziehung nach England zu schicken, ist die Kleine am Boden zerstört. Jahre später kehrt sie als junge Blume, und sie und Raharjo begegnen sich erneut. Doch ihre Beziehung steht unter keinem günstigen Stern…

„Zeit der wilden Orchideen“ ist mein erster Roman von Nicole Vosseler gewesen, und ich war von ihrem tollen Schreibstil und ihrer bildhaften Sprache absolut begeistert. Man konnte förmlich die Vögel zwitschern hören, die schwüle Luft auf der Haut spüren, und die Farben der Tropen vor sich sehen. Ein Fest für die Sinne in Buchform.

Auch die Charaktere haben mir gefallen. Neben den Hauptprotagonisten Georgina und Raharjo hatten auch diverse andere Protagonisten wichtige Rollen. Besonders ans Herz gewachsen ist mir der Ah Tong, der alte Gärtner der Familie, der immer eine Weisheit auf Lager hatte, und nahezu der einzige war, der Georgina in ihrer einsamen Kindheit so etwas wie Liebe entgegengebracht hat. Doch auch der Angestellte von Georginas Vater, Paul Bigelow, und die Inderin Leelavati waren wichtige Rollen, und für mich absolute Sympathieträger der Geschichte.
Die Story spielt nicht nur in einer sehr faszinierenden Kulisse, sondern schafft es auch, neben der eigentlichen Geschichte, die Geschichte Singapurs zu erzählen. Eines kleinen Ortes, im indischen Ozean, gegründet, um Handel zu treiben, mit einem ständigen Gefühl der Unbeständigkeit, bis es sein Wesen änderte, wuchs, und zu etwas anderem wurde. Und auch die Geschichte an sich ist mit ihren Entwicklungen sehr stimmig, und hat nach dem Lesen ein sehr angenehmes Gefühl in meinem Bauch hinterlassen.

Fazit

“Zeit der wilden Orchideen“ ist ein ganz fantastischer Roman, der mit einer wunderbar poetischen Sprache die Geschichte zweier Menschen erzählt, die ein Band verbindet, welches in Kindertagen geschmiedet wurde. Zwischen Liebe und Hass vor dem Hintergrund des historischen Singapur. Dieser Roman konnte mich einfach begeistern, und zwar so sehr, das diverse andere Romane der Autorin direkt in mein Regal einziehen mussten. Für Fans von Liebes- und Familiengeschichten eine absolute Leseempfehlung.

Ein Dankeschön geht an den Goldmann-Verlag für das Leseexemplar, an meine Mitleser von Leserunden.de, und natürlich an Nicole, die unsere Leserunde mit vielen Beiträgen, Hintergrundinfos, und ganz vielen tollen Bildern bereichert hat.




                Meine Bewertung









Rezension "Die Kerzenzieherin"

Über die Autorin

„Caren Benedikt, geboren 1971, wuchs in einer norddeutschen Kleinstadt auf. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten und arbeitete danach als freie Journalistin. Heute lebt sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in einem kleinen Ort bei Bremen. Weitere Informationen unter www.caren-benedikt.de“ Quelle

Klappentext

Eine Verschwörung, ein Mord und eine einzige Zeugin

Hattingen 1225: Die Novizin Ellin wird zufällig zur Mitwisserin einer Verschwörung gegen den Erzbischof von Köln. Ellin muss fliehen: Sie legt ihr Novizinnengewand ab und schafft es, sich in Bremen als Kerzenzieherin ein Neues Leben aufzubauen. Doch schon bald holt sie ihre Vergangenheit wieder ein, und Ellin begreift, dass ihr Wissen sehr gefährlich und ihre Flucht noch lange nicht vorbei ist…

Leseprobe

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Cover

Das Cover finde ich durchschnittlich. Ich finde es sieht einfach sehr typisch nach historischem Roman aus, und im Laden wäre es wohl nicht besonders herausgestochen. Es ist zwar immerhin eine Kerze zu sehen, aber ich finde man hätte es noch ein wenig mehr mit dem Titel verknüpfen können.

Über das Buch

Die junge Novizin Ellin belauscht auf Burg Isenberg unabsichtlich, wie der Graf und seine Kumpane die Entführung des Erzbischofs zu Köln planen. Als diese sie bemerken, kann sie nur mit Mühe und Not entkommen und befindet sich plötzlich auf einer Flucht ins ungewisse. In dem kleinen Dorf Selete trifft sie auf die gutmütige Berblin, die sie bei sich aufnimmt. Dort beginnt Ellin, mit dem Kerzenziehen. Doch ihre Verfolger sind ihr dicht auf den Fersen, denn Ellin stellt als einzige Zeugin eine zu große Gefahr für sie dar. Und so ist Ellin abermals gezwungen, zu fliehen.

Die Geschichte wird aus der Sicht eines übergeordneten Erzählers erzählt. Dabei wechselt das Geschehen zu den verschiedenen Protagonisten, darunter natürlich Ellin, aber auch Graf Friedrich von Isenberg und der neue Erzbischof Molenark. Dadurch war die Handlung sehr dynamisch, und man wusste auch, was die anderen Parteien so treiben. Besonders die Szenen bei Ellins Verfolgern fand ich immer sehr interessant, danach hat man mit Ellin noch mehr mitgefiebert, weil man wusste, wie dicht ihre Häscher schon auf ihren Fersen sind.

Die Charaktere sind sehr divers. Unsere Hauptprotagonistin Ellin ist als Waise im Kloster aufgewachsen, zweifelt jedoch daran, ob der Weg als Nonne wirklich der richtige für sie ist. Als sie das Gespräch belauscht, ist ihr gleich klar, dass sie dies melden muss, und selbst als sie bereits auf der Flucht ist, ist es ihr Ziel, die Übeltäter ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Ihr junges Alter und ihre Naivität merkt man ihr besonders am Anfang sehr an und es wird schnell deutlich, wie behütet sie im Kloster aufgewachsen ist. Insgesamt hat sie auf ihrer Flucht unglaublich viel Glück gehabt, denn gerade in der damaligen Zeit hätte es viel schlimmer für sie enden können. Zum Glück ist nicht jeder, der ihr begegnet, ein schlechter Mensch.

Weitere wichtige Charaktere sind natürlich Graf Friedrich, der hauptsächlich durch seine Gier glänzt, sowie der neue Erzbischof von Köln, Heinrich Molenark. Dieser ist durch und durch ein Kirchenmensch, aber einer, von der guten Sorte, der tatsächlich auch noch die Bescheidenheit kennt, und sich nicht wie ein Goldesel bepackt. Ganz essentiell für die Geschichte ist auch Ellins Freundin Berblin. Sie war mein Lieblingscharakter, weil sie einfach eine starke Frau ist, die sich auch in einer männerdominierten Welt alleine durchschlagen kann. Eine klasse Person.
Die Story war insgesamt gut durchdacht und blieb die meiste Zeit spannend. Ellin bekommt nicht viel Zeit zum Luftholen. Ihre Verfolger sind ihr immer dicht auf den Fersen und haben auch kein Problem mit Gewalt und Mord. Zwischenzeitlich habe ich mich ein klein wenig gewundert, wie viel Glück Ellin doch auf ihrer Flucht hat. Ein klein bisschen weniger hätte es auch getan, insgesamt haben sich gute und schlechte Erfahrungen aber einigermaßen die Waage gehalten. Besonders spannend fand ich die geschickte Verwebung von Tatsache und Fiktion, denn die Verschwörung um den Tod des Erzbischofs von Köln gab es wirklich, ebenso wie einige andere der vorkommenden Charaktere und Orte.

Fazit

Die Kerzenzieherin ist ein spannender historischer Roman mit einer starken Charakteren und einer interessanten Handlung, die sogar einige Krimi-Elemente aufweist. Der Schreibstil ist fließend und lässt einen mitfiebern. Insgesamt ein tolles historisches Lesevergnügen mit einem wahren Kern.

An dieser Stellen vielen Dank an Leserunden.de und den Knaur Verlag

Liebe Grüße
Eure




                Meine Bewertung



Weitere Infos

Die Kerzenzieherin
Caren Benedikt
Taschenbuch
624 Seiten
ISBN: 978-3-426-51294-4
Preis 9,99 €