Ja, ich besitze einen E-Reader. Nachdem ich vor zwei Jahren im Auslandssemester war, wo ich mich sehr darüber geärgert habe, dass im Gepäck einfach nicht genügend Platz für eine ausreichende Menge Bücher war, habe ich beschlossen, dass ein E-Reader doch irgendwie ganz nützlich wäre (habt ihr schon mal versucht, für vier Monate Bücher zu transportieren? Da braucht man einfach viel Platz). Also hab ich kurzerhand beschlossen: ein E-Reader muss her. Nachdem ich mich dann ausreichend schlauch gemacht hatte, und entschieden hatte, dass ich eigentlich keinen Kindle haben will, habe ich mich für einen Reader von Sony entschieden, der sehr gute Kritiken bekommen hatte, und auch gerade im Angebot war. Den hab ich mir dann zu Weihnachten gewünscht. Mittlerweile besitze ich aber auch zusätzlich doch noch einen Kinde (Fire HD), den ich doch recht lieb gewonnen habe.
Obwohl ein E-Book niemals ein Buch ersetzen kann, finde ich es sehr nützlich, einen Reader zu haben. Gut für unterwegs, leicht in der Handhabung. Und der Rücken und auch die Bücher freuen sich sicher, wenn sie nicht ständig mit diversen Taschentüchern, Labellos, Äpfeln...und was man sonst noch so in der Tasche hat, durch die Gegend getragen werden.
Und wie sieht es bei euch so aus? Hat euch das E-Book Fieber auch schon gepackt? Oder kommt ihr noch ohne Reader klar? Irgendwie verpasst man dann ja auch viele tolle Titel, z.B. von Impress.
So, auch diesen Montag wieder dabei bei Libromanies Montagsfragie :-D
Ich werde auf jeden Fall auf der Buchmesse sein, vor allem weil ich dieses Jahr das Glück habe, nur ca. eine Autostunde weit weg zu wohnen, weil ich ja gerade in Ludwigshafen ein Praktikum mache. Da muss man mal nicht wie sonst nach Leipzig mitten in der Nacht durch halb Deutschland fahren.
Ich bin auf jeden Fall Samstag und Sonntag dort und eventuell auch am Freitag, je nachdem, was das Programm, dass ich sehr zu meinem Verdruss noch nicht finden konnte, so hergibt.
Natürlich werde ich nicht alleine unterwegs sein, sondern werde von der lieben Levenya begleitet. Dass wird ein richtig tolles Mädelswochenende voller Bücher. Ich hoffe das Wetter ist auch gut, das hebt die Stimmung :-D
Einen wunderbaren Start in die Woche für euch (meine begann leider mit einem kaputten Computer)
Eure
Guten Abend :-)
Heute bin ich auch wieder dabei bei der Montagsfrage von Libromanie :-).
Mir geht es auch so, dass mir die Lektüre vor allem ein wenig unangenehm ist, wenn es so traurig ist, dass man weinen muss. Ist mir auch tatsächlich schon passiert, und ich wurde reichlich schräg angeschaut. Trösten wollte mich allerdings keiner -.-
Manchmal, wenn ein Buch besonders witzig und man einfach laut loslachen muss, finde ich es auch ein bisschen merkwürdig. Ich frag mich ohnehin häufig, was die Leute denken, wenn man über seinem Buch so dämlich vor sich hin grinst ;-D
Und die Sache mit den Hörbüchern kenn ich auch, wenn es schlüpfrig wird und man einfach hofft, dass die nette Mutti neben mir im Bus nicht mithören kann. Oder dass einem beim Lesen in der Mittagspause nicht unbedingt der Kollege über die Schulter schaut, wenn die Protagonisten sich unanständige Sachen zuflüstern :-) Da hab ich mir schon des häufigeren Gedanken zu gemacht.
Trotzdem hindert mich nichts daran, in der Öffentlichkeit zu lesen. Sollen die Leute doch denken was sie wollen^^ Vielleicht fragt ja sogar mal jemand nach dem Buch, welches der Auslöser für irgendwelche Gefühlsstürme ist, dann kann man es gleich weiterempfehlen.
Guten Abend :-)
Ich möchte mich auch gern mal wieder an der Montagsfrage von Libromanie beteiligen.
Bei der heutigen Frage geht es ja um die geographische Lage in unserer momentanen Lektüre. In meiner einen Lektüre befinde ich mich auf einem herrschaftlichen Landsitz in Devon, Großbritannien. Meine zweite Lektüre, die ich gerade anfange, spielt an der Pazifikküste Australiens.
an beiden Orten war ich leider im realen Leben noch nie, aber ich hoffe ich kann das irgendwann mal nachholen. So lange werde ich mich damit begnügen, in den Büchern die ich lese an andere Orte zu reisen.
Liebe Grüße
heute möchte ich mir auch mal zur aktuellen Montagsfrage von LIBROMANIE äußern.
Am allerliebsten wäre ich natürlich gerne selbst Autorin und würde gern meinen Namen auf einem schönen gedruckten Hardcover sehen. Da das aus verschiedenen Gründen aber wohl nie der Fall sein wird, könnte ich mir auch gut vorstellen, als Lektorin zu arbeiten. Manuskripte zu lesen und neue Talente zu entdecken stelle ich mir sehr spannend vor, aber natürlich auch verbunden mit einer großen Verantwortung. Da ich allerdings nicht gerade Germanistik oder Ähnliches studiert habe, kommt aber wohl auch dieser Beruf für mich eher nicht in Frage. Aber es gibt noch Hoffnung, vielleicht lande ich ja mit meinem naturwissenschaftlichen Hintergrund irgendwann bei einem tollen Verlag wie Spektrum oder so. Lehrbücher sind zwar keine Romane, aber auch spannend und meist sehr aufwändig gestaltet. Wenn ich da so in meine Lehrbücher schaue, stelle ich mir das als große Herausforderung vor. Aber wer weiß, vielleicht werde ich dann ja doch noch Autorin, von einem Lehrbuch oder so... :-D
Kerstin Gier wurde 1966 in Bergisch Gladbach geboren und studierte unter anderem Germanistik und Musikwissenschaften, bevor sie zu Betriebspädagogik und Kommunikationspsychologie wechselten und ihr Studium als Diplompädagogin abschloss. Sie ist vor allem als Autorin der "Mütter-Mafia" und der Edelstein-Trilogie bekannt, welche die Genres Frauenliteratur und Fantasy- und Jugendlitaratur bedienen, in denen sie zumeist unterwegs ist. Mehrere ihrer Bücher, unter anderen die Mütter-Mafia und die Edelstein-Trilogie (2. Teil startet am 14.08.14) wurden auch verfilmt.
HIER geht es zur Homepage der Autorin http://kerstingier.com/
Klappentext
Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen …
HIER geht es zur offiziellen Homepage der Silber-Trilogie, wo es viele spannende Videos und Extras zu entdecken gibt.
Das Cover von Silber finde ich sehr gelungen und vor allem sehr passend zum Thema. Es ist sehr individuell und mir auch bei einem Besuch im Buchladen sofort ins Auge gesprungen, vor allem durch den dunklen Hintergrund und das große Auge in der Mitte. Obwohl ich erst den Eindruck hatte, dass Cover sei sehr unruhig, muss ich sagen, dass ich auch das sehr passend finde, weil es beim Thema träumen ja auch recht unruhig zugehen kann. Und die Echse mit dem Schlüssel ist natürlich ebenfalls sehr pasend.
Über das Buch
Die 15 jährige Liv Silber ist gerade mit ihrer jüngeren Schwester Mia nach London gezogen, wo ihre Mutter eine neue Lehrtätigkeit angenommen hat. Sie und ihre Schwester hoffen darauf, endlich ein richriges zu Hause zu bekommen, und nicht ständig wieder umziehen zu müssen. Ihr Wunsch scheint sich zu erfüllen, denn ihre Mutter hat nicht nur endlich einen Job an ihrer Wunsch-Universität bekommen, sondern auch noch einen neuen Freund.
An ihrer neuen Schule, der Frognal Academy, machen Liv und Mia direkt Bekanntschaft mit dem Tittle-Tattle-Blog, auf dem die geheimnisvolle Secrecy sämtlichen Klatsch und Tratsch der Schule zum Besten gibt. Ich bin schon sehr gespannt, ob und wann Secrecy's Identität aufgedeckt wird.
„Der Frognal Academy Tittle-Tattle-Blog mit dem neuesten Klatsch, den besten Gerüchten und brandheißen Skandalen unserer Schule. Mein Name ist Secrecy – ich bin mitten unter euch und kenne all eure Geheimnisse“ Silber, Header des Tittle-Tattle-Blogs
Nach einem Besuch bei dem Freund ihrer Mutter und seinen Kindern, träumt Liv zum ersten Mal von dem geheimnisvollen Korridor, mit den Türen, wo sie zu ihrer Verwunderung ihrem neuen „Stiefbruder“ Grayson begegnet und ihm heimlich zu einem Treffen mit seinen Freunden folgt. Als die Jungs am nächsten Tag etwas erwähnen, dass sie nur im Traum verraten hat, kann sie es kaum fassen und ihre Neugier ist geweckt.
Zuerst mal zu den Charakteren. Ich finde Olivia „Liv“ sehr sympathisch und bin schnell mit ihr und auch ihrer Schwester warm geworden. Sie hat eine sehr interessante Sichtweise und es war eine Freude, ihren zum Teil sehr sarkastischen Gedanken zu folgen. Meine Mitbewohner haben sich bestimmt gewundert, warum ich lachend in meinem Zimmer sitze, aber ich habe mir wirklich sehr gut amüsiert. Auch ihre Familie fand ich wirklich gut, ihre quirlige Mutter, die perfekt ins Bild der zerstreuten Professorin passt, ein verrücktes deutsches Kindermädchen, und ihre kleine Schwester, die einige Ähnlichkeit mit Liv zu haben scheint, angefangen bei ihrer Liebe zu Geheimnissen.
Die Gruppe der Jungs, Arthur Hamilton, Henry Harper, Grayson Spencer und Jasper Grant, fand ich auch sehr amüsant und bin sehr gespannt, wie sie sich noch entwickeln werden. Vor allem Jasper, denn ich glaube nicht, dass er tatsächlich so oberflächlich und verwirrt ist, wie er rüberkommt. Mal schauen, ob tatsächlich mehr hinter ihm steckt und ob vielleicht ein Blick hinter seine Traumtür etwas mehr offenbahrt. Arthur hingegen fand ich irgendwie unheimlich, er ist einer von diesen Leuten die irgendwie „zu perfekt“ scheinen.
Da man im ersten Band ja auch noch nicht erfährt, was hinter der Traumtür von Henry steckt, bin ich schon sehr gespannt darauf, da er und Liv sich ja sehr gut verstehen.
Grayson und seine Zwillingsschwester Florence gehören ja jetzt quasi zur Familie und ich bin hoffe, man erfährt auch noch mehr über Florence, die sich bisher ja hauptsächlich durch ihr Organisationstalent und Gezeter hervorgetan hat.
Charaktere wie Persephone Porter-Peregrin mit ihrem verrückten Namen oder Graysons merkwürdige Freundin Emily haben dem ganzen zusätzlich etwas Würze verliehen und boten immer wieder einen Grund zum Lachen. Für mich eine sehr gute Abrundung des Ganzen.
Kerstins Schreibstil fand ich wie immer sehr flüssig und natürlich. Ich war gefesselt und habe sehr mit Liv mitgefiebert. Außerdem fand ich auch das Thema Träume sehr interessant, denn wer hat sich nicht schonmal gewünscht, seine Träume zu kontrollieren, um gezielt verschiedene Orte und Personen im Traum besuchen zu können? Ich freu mich schon, in nächster Zeit den 2. Band zu lesen und hoffe, auf ein paar Antworten zu stoßen, die aus dem 1. noch nicht hervorgegangen sind.
Einziger Kritikpunkt ist für mich, dass es doch recht lange gedauert hat, bis die Ereignisse so richtig ins Rollen kamen und die erste Hälfte des Buches gerne noch etwas spannender hätte sein dürfen.
Einen Vergleich mit der Edelstein-Trilogie werde ich hier nicht ziehen, da es sich um zwei völlig unterschiedliche und unabhängige Geschichten handelt und es jede Geschichte verdient, für sich bewertet zu werden.
Fazit
Silber – Das erste Buch der Träume ist ein spannender und auch sehr humorvoller Auftakt zu Kerstin Giers neuster Trilogie. Sie überzeugt mit viel Witz, einem tollen Schreibstil und einer sympathischen Protagonistin, die sich durch ihre Neugier sicher noch in die eine oder andere Schwierigkeit bringen wird.
Zunächst einmal vielen Dank an
Vorablesen.de und den Carlsen Im.press Verlag für die Bereitstellung eines
Leseexemplars. Es ist klasse, dass Buch noch vor dem offiziellen
Erscheinungsdatum lesen zu können.
Sandra Regnier stammt aus der
Vulkaneifel, wo sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt. Obwohl sie
lange nach Frankreich wollte blieb sie in der Vulkaneifel und heiratete
stattdessen einen Mann mit französichen Nachnamen. Nach ihrer Schulzeit absolvierte
sie eine Ausbildung zur Beamtin. Mittlerweile ist sie selbstständig tätig und
betreibt eine kleine Werkstatt für Bilderrahmen, da die Schreiberei noch nicht
zum Leben reicht. Neben dem Schreiben interessiert sie sich außerdem für
Malerei und Geschichte.
Es sollte ein gewöhnlicher
Ausritt nach einem anstrengenden Schultag werden. Niemals hätte sich die
sechzehnjährige Julia träumen lassen, dass es sie an der mit Lilien gesäumten
Weggabelung aus dem Deutschland der Gegenwart ins Frankreich des 17.
Jahrhunderts verschlagen würde. Und das ohne eine Möglichkeit der Rückkehr. Von
einem Tag auf den anderen muss sich Julia den Sitten des Versailler Königshofes
anpassen und zu allem Übel auch noch Französisch lernen.Glücklicherweise bekommt sie jedoch einen
einflussreichen Vormund an die Seite gestellt: Etienne Flémont, den Grafen von
Montsauvan. Ein Mann, der ihr Schicksal noch weitreich beeinflussen soll …
Hier ist noch ein tolles Video einer Lesung von Sandra Regnier zu "Die Stunde der Lilie"
Cover
Das Cover finde ich sehr schön,
da es sehr schlicht gestaltet ist. Im Fokus stehen der Titel und eine einzige
Lilie. Da Lilien im Buch eine besondere Rolle spielen, finde ich es sehr
passend. Außerdem ist auch die typische französische Königslilie zu sehen,
womit passenderweise direkt ein Bezug zum royalen Frankreich hergestellt ist.
Für mich ein sehr gelungenes Cover, dass mich auch im Buchhandel neugierig
gemacht hätte, da es nicht in dem typischen Einheitsbrei untergeht.
Über das Buch
Die 16-jährige Julia ist gut in
Geschichte, hat jedoch gerade erneut eine 5 in Französisch kassiert. Zu allem
Überfluss werden sie und ihre beste Freundin Nina auch noch von der Zicke
Melanie auf dem Mädchenklo belauscht, die ihre Unterhaltung in einer What’sApp
Gruppe veröffentlicht. Um ihre Freundin aufzumuntern, stimmt sie ihr zu Liebe
einem Ausritt zu. Auf dem Weg zu einer keltischen Grabungsstätte geht Julias
Stute Isobel beim Anblick eines Keilers mit ihr durch, und ehe sie sich
versieht, begegnet sie einem merkwürdig gekleideten Mann im Wald, der nur
Französisch spricht und sie aus dem Wald führt. Was sie dort zunächst für eine
Filmkulisse hält entpuppt sich schnell als Versailles im Jahr 1677. Der König,
Louis XIV, übergibt sie der Obhut von Etienne Flémont, dem Graf de Montsauvan,
der sich fortan um ihre Erziehung kümmern soll. Unter dem strengen Blick des
Grafen muss Julia nicht nur die Etikette lernen, sondern sehr zu ihrem Verdruss
auch Französisch. Doch schon bald geht es um mehr als nur ihre Erziehung, denn
am Hofe des Königs wird ein Netz aus Intrigen gesponnen und schon bald stecken
Julia und der Graf von Montsauvan mitten drin.
Obwohl ich Zeitreise-Romanen
normalerweise eher skeptisch gegenüber stehe war ich von „Der Stunde der Lilie“
sofort sehr angetan, vor allem auch deshalb, weil mich Sandra Regnier bereits
mit ihrer Pan-Trilogie überzeugen konnte. Da hab ich mich natürlich super
gefreut, dass „Die Stunde der Lilie“ bei Vorablesen.de in der Liste stand. Da
dann schon die Leseprobe sehr amüsant war, war ich natürlich umso glücklicher,
ein Vorab-Leseexemplar bekommen zu haben und musste direkt anfangen zu lesen.
Der Prolog von „Die Stunde der
Lilie“ beginnt mit einem sehr realistischen Traum, bei dem Julia gemeinsam mit
einem Mann auf der Flucht ist. Ich bin schon sehr gespannt, ob es tatsächlich
nur ein Traum war, oder ob die Szene nochmal irgendwann Realität werden wird.
Zunächst mal zu den Charakteren:
Julia ist eine tolle Protagonistin, die mir von Anfang an sehr sympatisch war.
Sie ist zielstrebig und scharfsinnig und hat mich vor allem immer wieder mit
ihrer spitzen Zunge begeistern können. Sie lässt sich nicht davon unterkriegen
plötzlich in einem fremden Jahrhundert und einem fremden Land gestrandet zu
sein, sondern gibt alles, um bestmöglich mit den Gegebenheiten umzugehen,
obwohl sie so manches Mal das Heimweh überwältigt. Außerdem ist sie sehr mutig und
schreckt auch vor gefährlichen Situationen, oder Auseinandersetzungen mit dem
Grafen, nicht zurück. Etienne ist ebenfalls ein ganz fantastischer Charakter,
der mich doch sehr schmunzeln lässt und mich gleichzeitig sehr neugierig macht,
da er unglaublich geheimnisvoll wirkt. Er ist sehr streng mit Julia, aber das
liegt wohl daran, dass er selber einfach auch sehr diszipliniert ist. Er holt
aus Julia das Beste raus und trotz seinem recht kühlen Gebaren kann man ihm
doch anmerken, dass er Julia in sein Herz geschlossen hat. Natürlich saß ich die
ganze Zeit wie auf heißen Kohlen, und hab mich gefragt, ob sich zwischen den
beiden wohl eine Liebesbeziehung entwickelt. Aber da gibt es dann ja auch noch
Etiennes jüngeren Bruder Alexandre, und auch einige andere Männer am Hofe des
Königs scheinen ein Auge auf die junge Mademoiselle Allemande, wie Julia dort
genannt wird, geworfen zu haben. Insgesamt lebt das Buch auch nicht gerade von
Romantik und ist somit auch für Leser und Leserinnen geeignet, die nicht auf
viel Romantik und Kitsch stehen.
Obwohl die meiste Zeit gar nicht
viel Spektakuläres passiert ist, hat mich das Buch so in seinen Bann gezogen,
dass ich es nahezu an einem Stück durchlesen musste. Es besticht mit
sympathischen und glaubwürdigen Protagonisten und seinen spritzigen Dialoge.
Gepaart mit dem Versailles des 17. Jahrhunderts, schönen Kleidern und
Intrigen bei Hofe ergibt das Buch eine sehr unterhaltsame Geschichte. Einziger
klitzekleiner Kritikpunkt für mich ist es, das erst gegen Ende des Buches wirklich
viel passiert und Julia und Etienne erst recht spät auf die Spuren einer
Verschwörung stoßen. Da dies insgesamt dem Spaß beim Lesen aber keinen Abbruch
getan hat ist es nur ein kleiner Abzug in der Wertung.
Zu Sandra Regniers Schreibstil
möchte ich nur noch kurz sagen, dass er einfach klasse ist. Flüssig und leicht
geschrieben, mit einer großen Portion Humor. Ich konnte mir alles sehr bildlich
vorstellen und war von der ersten Seite an mitten in der Geschichte. Einfach
mitreißend und in den richtigen Momenten berührend.
Fazit
„Die Stunde der Lilie“ ist ein
toller Auftakt für Sandra Regniers neue Trilogie, die mich bisher auf nahezu
ganzer Länge überzeugen konnte. Tolle Protagonisten, spritzige Dialoge und eine
interessante Story zusammengefügt durch Sandra Regniers mitreißenden
Schreibstil. Wer die Pan-Trilogie mochte, wird „Die Stunde der Lilie“ lieben.
Liebe Grüße
Meine Bewertung
Weitere Infos
362 Seiten
Ab 14 Jahren
ISBN: 378-3-646-60073-5
E-Book: 4,99
Erscheinungsdatum: 7. August 2014
Der zweite Teil erscheint am 8. Januar 2015, was einfach noch viel zu lang hin ist.
Für weitere erste Meinungen schaut doch
bei Vorablesen vorbei.
Achtung, diese Rezension
behandelt den 3. Band einer Trilogie. Wer die ersten Bände noch nicht kennt und
sich nicht aus Versehen spoilern will, schaut sich lieber die Rezension zum
ersten/zweiten Band an.
Über die Autorin
Sandra Regnier stammt aus der
Vulkaneifel, wo sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt. Obwohl sie
lange nach Frankreich wollte blieb sie in der Vulkaneifel und heiratete
stattdessen einen Mann mit französichen Nachnamen. Nach ihrer Schulzeit
absolvierte sie eine Ausbildung zur Beamtin. Mittlerweile ist sie selbstständig
tätig und betreibt eine kleine Werkstatt für Bilderrahmen, da die Schreiberei
noch nicht zum Leben reicht. Neben dem Schreiben interessiert sie sich außerdem
für Malerei und Geschichte.
Eigentlich sollte sich Felicity
ja glücklich schätzen. Nicht nur scheinen plötzlich sämtliche Jungen aus ihrer
Schule an ihr interessiert zu sein, sie ist auch bereits mit dem
bestaussehendsten Typen Londons verlobt. Nur leider ist die Verlobung schon vor
Jahrhunderten arrangiert worden und ihr Zukünftiger der etwas zu charmante
Halbelf Leander FitzMor, der viel zu vielen Frauen den Kopf verdreht. Felicity
kann sich einfach nicht entscheiden, ob sie ihn lieber schlagen oder ihm doch
endlich den alles verändernden Kuss geben soll. Zu allem Überfluss spitzt sich
auch die Lage in der Anderwelt zu und wieder hängt alles von Felicity ab. Nur
sie kann die für die Elfen so wichtigen Insignien finden, muss dafür aber
ziemlich durch die Zeit reisen …
Auch das dritte Cover gefällt mir
wieder sehr gut. Neben der Farbe, die sich geändert hat, sieht man im
Hintergrund nun ein Schloss. Ich bin nicht ganz sicher, ob es sich dabei um
Avalon oder etwas anderes Handelt, aber es passt erneut sehr gut zum Inhalt des
Buches. Die Farmen der drei Bände harmonieren sehr schön miteinander und ich
finde sie rundum passend.
Über das Buch
„Ich war neugierig.“ Mit diesem
einfachen Satz begann „Das geheime Vermächtnis des Pan“, der erste Band der
Reihe, zunächst aus der Sicht von Lee, der zum ersten Mal auf Felicity, die
Auserwählte, trifft – und zunächst nicht gerade begeistert ist. Am Anfang der
Geschichte begegnet man Felicity als einer ungeschickten Teenagerin mit einer
Zahnspange und ein paar Kilos zu viel auf den Rippen. Dazu kommt noch ihr etwas
ungepflegtes Äußeres. Kein Wunder also, dass Lee von seiner zukünftigen
Verlobten zunächst nicht angetan ist. Felicity ist allerdings auch nicht gerade
begeistert, als der neue und gutaussehende Lee sich an ihre Fersen hängt. Doch
mit der Zeit lernen sich die beiden besser kennen und Felicity lernt Lee zu
schätzen, obwohl er ihr manchmal, unter anderem durch längere Abwesenheiten aus
der Schule, immer wieder Rätsel aufgibt. Zu allem Überfluss hat Felicity immer
wieder seltsame Erlebnisse, die sie sich nicht erklären kann. Als Felicity und
Lee aus Versehen in der Zeit springen, offenbart Lee ihr schließlich, dass er ein
Halbelf ist und für den FISS-Fairy Intelligence Secret Service als Agent in
verschiedenen Zeiten unterwegs ist. Außerdem sei Felicity die prophezeite
Retterin des Elfenreichs.
Im letzten Band dieser Trilogie
spitzt sich die Situation langsam zu. Die „Drachenkinder“ wollen Felicity ebenso
wie die Elfen auf ihre Seite ziehen, um an die Insignien des Pan zu gelangen. Während
die Drachen sich einen Platz in der Welt erkämpfen wollen, ist es das Ziel der
Elfen, die Drachen vollständig auszurotten. Während eine Auseinandersetzung
zunehmend unvermeidlich erscheint, wird die Zeit immer drängender und Felicity
und Lee machen sich erneut auf die Suche nach den Insignien des Pan.
Da das Kapitel Richard Cosgrove
ja zum Glück endlich abgeschlossen ist, kann sich Felicity endlich ganz auf
ihre Beziehung zu Lee konzentrieren und es wird zunehmend klar, dass die beiden
-zum Glück - nicht nur Freunde sind. Es gibt ein paar tolle romantische Szenen,
auf die ich seit dem ersten Band warte. Wichtig ist hier jedoch zu sagen, dass
es nicht plötzlich im ganzen Buch schnulzig zugeht. Das beschränkt sich
wirklich auf einige schöne Szenen, denn die meiste Zeit haben Felicity und Lee
ja ganz andere Sorgen. Im letzten Band wird sehr deutlich, wie sehr sich
Felicity seit dem Anfang verändert hat. Neben den Äußerlichkeiten ist sie auch
wesentlich selbstbewusster geworden und weiß ihre Meinung endlich auch mal
durchzusetzen.
Insgesamt war die Handlung wieder
spannend, auch wenn ich mir manchmal noch ein bisschen mehr gewünscht hätte.
Vor allem die Suche nach den Insignien hat sich dann doch für meinen Geschmack
ein wenig zu einfach gestaltet. Die große Schlacht am Ende war sehr gut und die
Verluste haben mich sehr traurig gestimmt. Dennoch fand ich es gut, dass nicht
darauf verzichtet wurde, denn ein Friede-Freude-Eierkuchen-Ende hätte einfach
nicht gepasst. Die meisten Rätsel wurden endlich gelöst, vor allem die Frage
nach Felicities Herkunft, die mich wirklich brennend interessiert hat. Einige
Fragen sind bei mir dennoch übrig geblieben, was aber nicht weiter schlimm ist.
Fazit
Alles in allem war „Die
verborgenen Insignien des Pan“ für mich ein gelungener Abschluss dieser tollen
Trilogie. Mit ihren liebevoll gestalteten Charakteren und der spannenden
Handlung konnte mich die Autorin sehr gut fesseln. Ich kann allen Fans von
Romantik und Fantasy diese Trilogie nur ans Herz legen, denn es lohnt sich.
Achtung, diese Rezension
behandelt den 2. Band einer Trilogie. Wer den ersten Band noch nicht kennt und sich
nicht aus Versehen spoilern will, schaut sich lieber die Rezension zum ersten
Band an.
Sandra Regnier stammt aus der
Vulkaneifel, wo sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt. Obwohl sie
lange nach Frankreich wollte blieb sie in der Vulkaneifel und heiratete
stattdessen einen Mann mit französichen Nachnamen. Nach ihrer Schulzeit
absolvierte sie eine Ausbildung zur Beamtin. Mittlerweile ist sie selbstständig
tätig und betreibt eine kleine Werkstatt für Bilderrahmen, da die Schreiberei
noch nicht zum Leben reicht. Neben dem Schreiben interessiert sie sich außerdem
für Malerei und Geschichte.
Es ist wirklich nicht leicht, die
Auserwählte der Elfenwelt zu sein, wie Felicity Morgan täglich feststellen
muss. Statt der erwarteten Lobeshymnen steht sie jetzt plötzlich unter
Mordverdacht und der Elfenkönig ist persönlich hinter ihr her. Da hilft es auch
nicht wirklich, Leander FitzMor, den bestaussehendsten Typen Londons, an seiner
Seite zu haben, vor allem nicht, wenn man sich seiner Absichten nie ganz sicher
sein kann. Wie gut, dass Felicity ihr Herz ohnehin schon an den attraktiven
Filmstar Richard Cosgrove verloren hat. Nur leider kann er ihr nicht
weiterhelfen, als sie plötzlich im Versailles des achtzehnten Jahrhunderts
erwacht …
Das Cover finde ich erneut sehr
schön. Ich finde es gut, das man für die Trilogie ein sehr einheitliches Design
gewählt hat, dass sich lediglich in einigen Nuancen unterscheidet. Auch hier
auf dem Titel ist wieder die Elfe mit sehr schönen Libellenflügeln zu sehen. Im
Gegensatz zum ersten Band sieht man im Hintergrund nicht London, sondern
passenderweise Versailles, wo sich auch ein Teil der Handlung abspielt, als
Felicity bei einem weiteren Zeitsprung dorthin verschlagen wird.
„Ich war neugierig.“ Mit diesem
einfachen Satz begann „Das geheime Vermächtnis des Pan“, der erste Band der
Reihe, zunächst aus der Sicht von Lee, der zum ersten Mal auf Felicity, die
Auserwählte, trifft – und zunächst nicht gerade begeistert ist. Am Anfang der
Geschichte begegnet man Felicity als einer ungeschickten Teenagerin mit einer
Zahnspange und ein paar Kilos zu viel auf den Rippen. Dazu kommt noch ihr etwas
ungepflegtes Äußeres. Kein Wunder also, dass Lee von seiner zukünftigen
Verlobten zunächst nicht angetan ist. Felicity ist allerdings auch nicht gerade
begeistert, als der neue und gutaussehende Lee sich an ihre Fersen hängt. Doch
mit der Zeit lernen sich die beiden besser kennen und Felicity lernt Lee zu
schätzen, obwohl er ihr manchmal, unter anderem durch längere Abwesenheiten aus
der Schule, immer wieder Rätsel aufgibt. Zu allem Überfluss hat Felicity immer
wieder seltsame Erlebnisse, die sie sich nicht erklären kann. Als Felicity und
Lee aus Versehen in der Zeit springen, offenbart Lee ihr schließlich, dass er ein
Halbelf ist und für den FISS-Fairy Intelligence Secret Service als Agent in
verschiedenen Zeiten unterwegs ist. Außerdem sei Felicity die prophezeite
Retterin des Elfenreichs.
Im zweiten Band verschwindet Lee
während eines Auftrags und Felicity macht sich Sorgen, da auch seine beiden
Cousins Ciaran und Eamon nicht wissen, wo Lee sich aufhält. Felicity hat immer
wieder Visionen, die Lee zeigen und macht sich schließlich allein auf die Suche
nach ihm und erfährt, dass außer Elfen und Nymphen auch andere Wesen
existieren, die sie nur aus Büchern kannte – Drachen.
Die Hauptprotagonisten Felicity –
Fay – und Lee haben mir wieder sehr gut gefallen, auch wenn man von Lee durch
sein verschwinden diesmal nicht ganz so viel mitbekommen hat. Die einstmals
mollige und immer etwas schmuddelige Felicity aus dem ersten Band hat sich
durch den Einfluss von Lee schnell weiterentwickelt. Sie ist endlich ihre
Zahspange losgeworden und achtet mehr auf ihre Körperhygiene. Dank eines
Zerwürfnisses mit ihrer Mutter muss sich auch endlich keine Schichten mehr für
Lau in deren Bar schieben und konnte sich endlich einen bezahlten Job suchen.
Ich fand es wirklich toll, das Felicity sich so zum positiven entwickelt hat,
denn mit ihrem veränderten Aussehen hat sie sich auch ein neues Selbstvertrauen
und Durchsetzungsvermögen angeeignet. Im Lauf der Geschichte tat sie mir
manchmal sehr Leid, wenn wieder ein nerviger Typ wie Carl aufgetaucht ist, um
ihr auf den Keks zu gehen. Da ich mich eindeutig zu Lee-Fraktion zähle ging mir
auch Richard Cosgrove ziemlich auf die Nerven, und auch die anderen Typen, die
plötzlich alle auf sie standen. Insgesamt fand ich allerdings auch hier noch
immer, dass Felicity sich zum Teil der naiv verhält. Niemand gibt ihr
vernünftige Antworten und irgendwie sitzt sie ständig zwischen den Stühlen,
weil alle irgendetwas von ihr wollen, ohne sich auseichend zur Wehr zu setzen.
Auch Felicities Freunde fand ich
sehr interessant. Leider haben die ihre Wandlung zum Teil ja nicht ganz so
positiv gesehen und ihr zusätzlich ein schlechtes Gewissen gemacht, wenn sie
mal wieder gegen ihren Willen für einige Zeit in einem Zeitsprung feststeckte.
Insgesamt hat ihr Freundeskreis aber eine sehr schöne Kulisse gebildet und auch
die anderen Nebencharaktere fand ich sehr gut. Einer meiner Lieblingscharaktere
ist definitiv Lee’s Cousin Ciaran, der als Geschichtslehrer am Horton College
eine klasse Figur abgegeben hat.
Das im Verlauf des Buchs auch
Drachen dazukamen fand ich sehr spannend, hatte aber auch fast schon damit
gerechnet, denn wo Elfen sind, sollten Drachen nicht allzuweit sein. Und am
Ende gab es dann auch direkt mal einen Cliff-Hanger als sich ein „Drachenkind“
offenbart hat. Wirklich spannend.
Insgesamt fand ich es zwar
schade, dass Lee so lange verschwunden war, aber es war auch sehr spannend,
Felicity mal auf sich allein gestellt oder mit Ciaran zu erleben. Einige Fragen
konnten geklärt werden und eine viel größere Anzahl neuer Fragen hat sich mal
wieder vor Felicity und dem Leser aufgetan, die hoffentlich im dritten Band
alle beantwortet werden. Das Erzähltempo ist ganz angenehm obwohl es an wenigen
Stellen gerne etwas rasanter hätte zugehen können. Der Schreibstil allerdings
konnte mich wieder auf ganzer Länge überzeugen und glänzt mit spritzigen
Dialogen und einem locker-leichten Erzählstil.
Fazit
Felicity ist eigentlich ein ganz
normales Mädchen, die hart für ihre Zukunft arbeitet um Lehrerin zu werden.
Doch dann kommt alles ganz anders und ihr Leben wird komplett über den Haufen
geworfen. Das Buch hat neben einem mitreißenden Schreibstil auch eine schöne
Geschichte zu bieten, die mit Freundschaft, Liebe, Fantasyelementen und ein
wenig Action aufwarten kann. Ein rundes Lesevergnügen dass Lust auf den letzten
Band macht.
Ein büchereiches Wochenende wünscht euch
Meine Bewertung
Weitere Infos
Die dunkle Prophezeiung des Pan
Seiten: 416
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-551-31396-6
Preis:
Taschenbuch 8,99
E-Book 3,99
Die komplette Trilogie ist als E-Book auch im Set für 9,99 erhältlich
Brandon Sanderson wurde 1975 in Lincoln,
Nebraska geboren und lebt heute mit seiner Familie in Provo, Utah. Er studierte
englische Literatur und unterrichtet kreatives Schreiben. Seit seiner Schulzeit
schreibt er bereits phantastische Geschichten und konnte bereits mit diversen
Jugend- und Fantasybüchern (z.B. „Elantris“, „Kinder des Nebels“) überzeugen. Des
Weiteren wurde er auserwählt, Roberts Jordans Zyklus „Das Rad der Zeit“ nach
dessen Tod zu beenden, woran er von 2009-2013 arbeitete
.
Weitere Informationen findet ihr
auf seiner Homepage
Klappentext
SELBST DER STÄRKSTE GEGNER IST
VERWUNDBAR
Nichts ist mehr, wie es einmal war: Die Welt wird beherrscht von den
Epics, Menschen mit Superkräften, die sich über jedes Gesetzt stellen. In
Chicago hat ein besonders mächtiger Epic namens Steelheart seine Herrschaft
errichtet und verbreitet Furcht und Schrecken. Er glaubt sich unbesiegbar –
doch er hat nicht mich David gerechnet. Denn für den Achtzehnjährigen zählt nur
eins: Rache an Steelheart für den Tod seines Vaters und Freiheit für Chicago!
Ein Plan, der ihm alles abverlangen wird...
Leseprobe
Eine Leseprobe findet ihr HIER auf der Verlagshomepage
Cover und Titel
Das Cover finde ich sehr
gelungen. Es zeigt einen jungen Mann von hinten inmitten aus einer zerstörten
Hölle aus Stahl. Das Thema Stahl ist damit sehr gut aufgegriffen und spiegelt
sehr gut die Zustände im inneren des Buches wieder. Der Schriftzug „Steelheart“
hat zudem eine Haptik, die sich sehr gut unter den Fingern anfühlt. Für mich
ist das Cover sehr gelungen und nicht einfach 0815.
Den Titel finde ich auch sehr
passend, da sich im Leben des Protagonisten David, und somit auch im Roman,
alles um den Epic Steelheart dreht. Schön finde ich hier vor allem, dass sich
der Verlag entschieden hat, den Originaltitel zu übernehmen und nicht wieder
irgendeinen dummen deutschen Titel zu erfinden, der mit dem englischen Titel,
oder auch dem Inhalt, gar nichts mehr zu tun hat.
Über das Buch
Erster Satz: „Ich
habe Steelheart bluten sehen.“
Seit „Calamity“, einer
mysteriösen kosmischen Erscheinung, tauchen immer wieder Menschen mit
Superkräften auf. Die meisten dieser sogenannten „Epics“ wiedersetzten sich
allen Gesetzen und führten zu einem Bruch der Vereinigten Staaten. Verschiedene
mächtige Epics haben das Land unter sich aufgeteilt und errichteten eine
Schreckensherrschaft über die Menschen. Die Geschichte des Protagonisten David
spielt in Chicago, welches 10 Jahre nach Calamity Newcago heißt und von dem
Epic Steelheart, der nun über die Stadt herrscht, vollständig in Stahl
verwandelt wurde. Als David 8 war, tötete Steelheart während der Annektierung
der Stadt Davids Vater. David entkommt selber nur knapp dem Tod und schwört
Rache. Wie besessen sammelt er die nächsten 10 Jahre jegliche Information über
Epics, die er bekommen kann, denn jeder Epic besitzt eine Schwäche, die es
auszunutzen gilt. Auch der allmächtige und unverwundbare Steelheart muss eine
solche Schwäche haben, denn David hat in bluten sehen. Als die „Rächer“ nach
Newcago kommen, um einen Epic zu sehen, sieht David seine Change gekommen, sich
ihnen anzuschließen und sich mit ihrer Hilfe endlich an Steelheart zu rächen.
David ist ein sehr interessanter
Charakter. Er ist zielstrebig und manchmal ein wenig übereifrig. Er kann gut
improvisieren, hat keine Ahnung von Frauen und wird hauptsächlich von dem
Gedanken an Rache angetrieben. Wie ein Schwamm saugt er alle Infomationen über
Epics in sich auf. Dabei bleibt er allerdings immer sehr menschlich und wirft
mit witzigen und unpassenden Metapern um sich. Für mich ist er ein wirklich
sehr gelungener Hauptprotagonist.
Die „Rächer“ sind eine
Untergrundorganisation, die versuchen, einige grausame Epics aus dem Verkehr zu
ziehen, sofern sie es schaffen, ihre Schwächen zu ermitteln und sie in einen
Hinterhalt zu locken. Zu ihnen gehören die Wissenschaftlerin Tia, die Schützen
Cody und Abraham sowie Megan und „Der Prof“. Die Gruppe fand ich ebenfalls sehr
passend, da sie aus ganz unterschiedlichen Charakteren bestand, die dem ganzen
Geschehen eine gute Dynamik und auch einen gewissen Grad an Humor hinzugefügt
haben. Ich finde es sehr schade, dass man im Laufe der Geschichte nicht
besonders viel über die einzelnen Charaktere und deren Vergangenheit erfährt.
Da die Geschichte aus der Ich-Perspektive von David erzählt ist, ist es
allerdings plausibel, dass er diese Dinge nicht wissen darf, um bei einer
Gefangennahme niemanden in Gefahr zu bringen, und so finde ich es zwar schade,
es bildet jedoch keinen Kritikpunkt. Ich hoffe einfach, dass ihre Geschichten
in der Fortsetzung „Firefight“ oder dem Kurzroman „Mitosis“ näher erläutert
werden.
Wie schon erwähnt wird die
Geschichte aus Davids Sicht erzählt. So erfahren wir anhand seiner Erinnerungen
zunächst, was an dem Tag geschah, an dem Steelheart seinen Vater tötete.
Anschließend hat man immer einen guten Einblick in seine zum Teil etwas wirren
Gedanken und seine Sorgen und Gefühle, die insbesondere bei der Begegnung mit
Megan natürlich ein wenig in Aufruhr geraten. Insgesamt finde ich es aber sehr
gut, dass es in dem Buch keine dominante Liebesgeschichte gibt und man
lediglich einen kleinen Einblick in Davids Gefühle bekommt. Hier zeigt sich
deutlich, dass das Buch nicht nur auf eine weibliche Leserschaft ausgerichtet
ist, wie das bei vielen anderen Büchern der Fall ist.
Der Schreibstil ist klar und
bildlich. Ich fand es besonders gut, das Sanderson Begriffe wie „Calamity“ von
den Protagonisten als eine Art Fluch verwendet wird, was ich sehr passend
finde. Ganz fantastisch ist auch das Wort „Schlonz“, was wohl so viel wie
Dummkopf oder Trottel bedeutet und mir irgendwie gefällt. Insgesamt schafft es
Sanderson, dass ich mir Newcago, die Stadt aus Metall in ihrem ewigen Zwielicht
sehr gut vorstellen kann. Insgesamt ist die Stimmung im Buch sehr düster und
ich hatte das Gefühl einer ständigen Bedrohung, die über den Protagonisten
schwebte, was ich sehr passend fand.
Das Ende war für mich passend und
sehr zu meiner Freude nicht unbedingt vorhersehbar. Insbesondere auf Steelhearts
Schwäche wäre ich nie gekommen. Einziger Kritikpunkt ist für mich, dass die Geschichte
insgesamt sehr geradlinig verläuft, aber ansonsten bin ich rundum zufrieden und
freue mich, dass ich gerade entdeckt habe, dass es einen Kurzroman gibt und
2015 auch eine Fortsetzung erscheinen wird, auf die ich schon sehr gespannt
bin. Es sind noch einige Fragen offen und ich wüsste gern wie es für die
Menschen und die Epics weitergehen wird.
Lieblingszitat
„Macht korrumpiert die Menschen,
und absolute Macht korrumpiert absolut.“
Fazit
Brandon Sanderson ist mit „Steelheart“
ein sehr guter dystopischer Roman gelungen der mit einer überzeugenden Atmosphäre
und überzeugenden Protagonisten überzeugen kann. Die Story ist sehr gut und
nicht vorhersehbar. Da sie nicht wie so vieles anderes vor Romantik nur so
trieft, ist sie sowohl für männliche als auch für weibliche Leser auf jeden
Fall wärmstens zu empfehlen.
Liebe Grüße
Meine Bewertung
Die Reihe
Band 2 „Firefight“ wir im Januar
2015 erscheinen. Mitosis ist bereits bei Amazon.de als Englischsprachiges E-Book erhältlich J
Der Australier Michael Robotham
wurde 1960 in New South Wales geboren und lebt heute mit seiner Frau und drei
Töchtern in Sidney. Seit 1979 arbeitete er zunächst als Journalist in Sidney
und später in London. 1993 hängte er seine Journalistenkarriere zunächst an den
Nagel um Ghostwriter zu werden und schrieb sehr erfolgreich Biographien für
verschiedenen Prominente und Politiker. Anschließend wandte er sich der
fiktiven Literatur zu, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. PaperbackSein
erster Roman The Suspect/ Adrenalin
(erschienen bei Goldmann)wurde
direkt zum Bestseller. Quelle
Hier kommt ihr zur Seite des
Verlags wo ihr Infos zu seinen Romanen und ein Interview findet.
Auch bei krimi-couch.de findet
ihr ein Interview mit ihm
Klappentext
ER IST DEIN BESCHÜTZER. ER IST
DEIN ERLÖSER. ER WILL DICH VERNICHTEN.
Ich habe mich verliebt, und ich bin ihr gefolgt. Sie sah mich nicht.
Sie wusste nicht einmal von meiner Existenz. Jetzt bin ich die wichtigste Figur
in Marnies Leben, doch sie weiß es noch nicht. Ich bin der, der aufpasst.
Seit ihr Mann Daniel vor einem Jahr spurlos
verschwand, liegt ein schwarzer Schatten über dem Leben von Marnie Logan. Aber
sie leidet nicht nur unter der quälenden Ungewissheit über sein Schicksal –
immer wieder übermannen sie plötzlich Ängste, immer wieder beschleicht sie das
Gefühl, beobachtet zu werden. Deshalb sucht sie auch Hilfe bei dem Psychologen
Joe O’Loughlin, der den Verdacht hat, dass Marnie ihm etwas verschweigt. Als
eines Tages überraschend ein Album mit Fotos alter Freunde und Bekannter
entdeckt wird, das Daniel seiner Frau zum Geburtstag schenken wollte, ist Marnie
zunächst gerührt. Doch dann kommt die grausame Geschichte dahinter ans
Tageslicht, die auch Joe zutiefst erschüttert.
Das Cover finde ich sehr gut
gelungen. Es ist schlicht, nicht so überladen und gleichzeitig ansprechend. Der
Titel steht eindeutig im Vordergrund. Leider passt für mich das Cover nach dem
Lesen nicht mehr so gut zum Buch, weil es mit dem Inhalt einfach nicht so viel
zu tun hat. Ich finde es schade, das im Titel mal wieder kein Bezug auf den
Originaltitel genommen wurde. Da es ja um einen Stalker geht hätte ich es
besser gefunden, hätte man den Originaltitel „Watching you“ oder eine deutsche
Abwandlung verwendet.
Über das Buch
Seit Marnies Mann vor mehr als
einem Jahr verschwunden ist, steht ihr Leben Kopf. Neben der Ungewissheit über
seinen Verbleib hat ihr ihr Mann Daniel auch einen Haufen Spielschulden
hinterlassen, und seine Gläubiger nötigen nun Marnie, seine Schulden zu
bezahlen. Während sie versucht, mit ihrer pubertären Tochter Zoe klarzukommen,
für ihren kleinen Sohn Elijah da zu sein und Daniels Schulden zu bezahlen,
wächst ihr langsam alles über den Kopf. Als Marnie ein Fotoalbum und Aufnahmen findet,
in dem Daniel Personen aus ihrer Vergangenheit befragt hat, zeigt sie diese
ihrem Psychologen Joe O‘Loughlin. Als Marnie schließlich auch noch ins Visier
der Polizei gerät, wendet sich Joe aus Sorge um sie an den pensionierten
Detective Vincent Ruiz und gemeinsam verfolgen sie die Spuren in Marnies
Vergangenheit. Dabei fügt sich nach und nach ein erschreckendes Bild zusammen.
Zuerst wusste ich gar nicht, dass
das Buch schon Nummer Neun in der Geschichte des Ermittlerduos Vincent Ruiz und
Joe O’Loughlin Reihe ist. Beim Lesen wurde man auch nicht dadurch
beeinträchtigt, was ich sehr angenehm fand. Zwar wurde auf eine länger
bestehende Freundschaft zwischen Ruiz und O’Loughlin hingewiesen, es wurden
aber keine alten Fälle erwähnt, die einen noch zusätzlich verwirrt hätten. Das
Buch ist vollkommen unabhängig und kann von jedem gelesen werden, ob man nun
die anderen Romane auch kennt, oder nicht, spielt dabei keine Rolle.
Zunächst einmal etwas über die
Charaktere, die ich gut gelungen fand. Man konnte sie sich gut vorstellen, auch
ohne gleich ihre komplette Vergangenheit durchleuchtet zu bekommen und die
Beschreibungen der Charaktere standen nicht im Vordergrund, was ich sehr gut
fand. Mein Lieblingscharakter ist Joe O’Loughlin, der ein intelligenter und
gutherziger Mann ist. Ich finde es bewundernswert, wie er versucht, sich nicht
von seiner Parkinson-Krankheit niederringen zu lassen. Marnie hingegen fand ich
gut ausgestaltet und beschrieben, muss aber zugeben, dass sie mir stellenweise
mit ihrer Naivität und dummen Entscheidungen doch schon leicht auf den Keks
gegangen ist.
Die Story an sich war sehr
packend. Die Sichtweisen wechselten immer wieder zwischen verschiedenen
Personen hin und her, so dass man nicht nur auf Marnies Perpektive beschränkt
war, was mir hier sehr gut gefallen hat. Zwischendurch gab es immer wieder in
kursiv gehaltene Abschnitte aus der Ich-Perspektive des Stalker, die mich sehr
neugierig auf seine Identität gemacht haben. Die Story hat immer wieder
unerwartete Wendungen zu bieten, die einen zwischendurch sogar daran zweifeln
lassen, ob es überhaupt einen Stalker gibt. Bis zum Ende bleibt es
undurchsichtig und ich fand es klasse, dass man nicht schon nach einem Drittel
des Buches den weiteren Verlauf vorhersagen konnte.
Michael Robothams Schreibstil hat
mir ebenfalls gut gefallen. Es war leicht und flüssig zu lesen. Die Dialoge
waren gut und wirkten nicht gestelzt. Die Spannung konnte er über das ganze
Buch hinweg gut aufbauen und halten und auf unnötig blutrünstige Szenen wurde
ebenfalls verzichtet.
Fazit
Insgesamt hat mir „Erlöse mich“
von Michael Robotham mich gut unterhalten. Die Charaktere waren glaubwürdig,
die Story spannend und voller überraschender Wendungen. Ich kann das Buch jedem
empfehlen der auf Spannung und Psychothriller ohne unnötiges Blutvergießen
steht. Es wird sicher nicht der letzte Roman über Ruiz und O’Loughlin sein, den
ich lese.
Meine Bewertung
Weitere Infos
Originaltitel: Watching you
Deutscher Titel: Erlöse mich
Übersetzt von Kristian Lutze
448 Seiten
Paperback
Preis 14,99
ISBN 978-3-442-31317-4
Weitere Bücher vom Ermittlerteam Joe
O’Loughlin und Vincent Ruiz sind: