Rezension "Die Stunde der Lilie"


Zunächst einmal vielen Dank an Vorablesen.de und den Carlsen Im.press Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplars. Es ist klasse, dass Buch noch vor dem offiziellen Erscheinungsdatum lesen zu können.


Quelle

Über die Autorin


Sandra Regnier stammt aus der Vulkaneifel, wo sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt. Obwohl sie lange nach Frankreich wollte blieb sie in der Vulkaneifel und heiratete stattdessen einen Mann mit französichen Nachnamen. Nach ihrer Schulzeit absolvierte sie eine Ausbildung zur Beamtin. Mittlerweile ist sie selbstständig tätig und betreibt eine kleine Werkstatt für Bilderrahmen, da die Schreiberei noch nicht zum Leben reicht. Neben dem Schreiben interessiert sie sich außerdem für Malerei und Geschichte.

Mehr Infos findet ihr auf ihrer Homepage.

Klappentext

Es sollte ein gewöhnlicher Ausritt nach einem anstrengenden Schultag werden. Niemals hätte sich die sechzehnjährige Julia träumen lassen, dass es sie an der mit Lilien gesäumten Weggabelung aus dem Deutschland der Gegenwart ins Frankreich des 17. Jahrhunderts verschlagen würde. Und das ohne eine Möglichkeit der Rückkehr. Von einem Tag auf den anderen muss sich Julia den Sitten des Versailler Königshofes anpassen und zu allem Übel auch noch Französisch lernen. Glücklicherweise bekommt sie jedoch einen einflussreichen Vormund an die Seite gestellt: Etienne Flémont, den Grafen von Montsauvan. Ein Mann, der ihr Schicksal noch weitreich beeinflussen soll … 

Leseprobe

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Lesung der Autorin

Hier ist noch ein tolles Video einer Lesung von Sandra Regnier zu "Die Stunde der Lilie"


Cover

Das Cover finde ich sehr schön, da es sehr schlicht gestaltet ist. Im Fokus stehen der Titel und eine einzige Lilie. Da Lilien im Buch eine besondere Rolle spielen, finde ich es sehr passend. Außerdem ist auch die typische französische Königslilie zu sehen, womit passenderweise direkt ein Bezug zum royalen Frankreich hergestellt ist. Für mich ein sehr gelungenes Cover, dass mich auch im Buchhandel neugierig gemacht hätte, da es nicht in dem typischen Einheitsbrei untergeht.

Über das Buch

Die 16-jährige Julia ist gut in Geschichte, hat jedoch gerade erneut eine 5 in Französisch kassiert. Zu allem Überfluss werden sie und ihre beste Freundin Nina auch noch von der Zicke Melanie auf dem Mädchenklo belauscht, die ihre Unterhaltung in einer What’sApp Gruppe veröffentlicht. Um ihre Freundin aufzumuntern, stimmt sie ihr zu Liebe einem Ausritt zu. Auf dem Weg zu einer keltischen Grabungsstätte geht Julias Stute Isobel beim Anblick eines Keilers mit ihr durch, und ehe sie sich versieht, begegnet sie einem merkwürdig gekleideten Mann im Wald, der nur Französisch spricht und sie aus dem Wald führt. Was sie dort zunächst für eine Filmkulisse hält entpuppt sich schnell als Versailles im Jahr 1677. Der König, Louis XIV, übergibt sie der Obhut von Etienne Flémont, dem Graf de Montsauvan, der sich fortan um ihre Erziehung kümmern soll. Unter dem strengen Blick des Grafen muss Julia nicht nur die Etikette lernen, sondern sehr zu ihrem Verdruss auch Französisch. Doch schon bald geht es um mehr als nur ihre Erziehung, denn am Hofe des Königs wird ein Netz aus Intrigen gesponnen und schon bald stecken Julia und der Graf von Montsauvan mitten drin.

Obwohl ich Zeitreise-Romanen normalerweise eher skeptisch gegenüber stehe war ich von „Der Stunde der Lilie“ sofort sehr angetan, vor allem auch deshalb, weil mich Sandra Regnier bereits mit ihrer Pan-Trilogie überzeugen konnte. Da hab ich mich natürlich super gefreut, dass „Die Stunde der Lilie“ bei Vorablesen.de in der Liste stand. Da dann schon die Leseprobe sehr amüsant war, war ich natürlich umso glücklicher, ein Vorab-Leseexemplar bekommen zu haben und musste direkt anfangen zu lesen.

Der Prolog von „Die Stunde der Lilie“ beginnt mit einem sehr realistischen Traum, bei dem Julia gemeinsam mit einem Mann auf der Flucht ist. Ich bin schon sehr gespannt, ob es tatsächlich nur ein Traum war, oder ob die Szene nochmal irgendwann Realität werden wird.

Zunächst mal zu den Charakteren: Julia ist eine tolle Protagonistin, die mir von Anfang an sehr sympatisch war. Sie ist zielstrebig und scharfsinnig und hat mich vor allem immer wieder mit ihrer spitzen Zunge begeistern können. Sie lässt sich nicht davon unterkriegen plötzlich in einem fremden Jahrhundert und einem fremden Land gestrandet zu sein, sondern gibt alles, um bestmöglich mit den Gegebenheiten umzugehen, obwohl sie so manches Mal das Heimweh überwältigt. Außerdem ist sie sehr mutig und schreckt auch vor gefährlichen Situationen, oder Auseinandersetzungen mit dem Grafen, nicht zurück. Etienne ist ebenfalls ein ganz fantastischer Charakter, der mich doch sehr schmunzeln lässt und mich gleichzeitig sehr neugierig macht, da er unglaublich geheimnisvoll wirkt. Er ist sehr streng mit Julia, aber das liegt wohl daran, dass er selber einfach auch sehr diszipliniert ist. Er holt aus Julia das Beste raus und trotz seinem recht kühlen Gebaren kann man ihm doch anmerken, dass er Julia in sein Herz geschlossen hat. Natürlich saß ich die ganze Zeit wie auf heißen Kohlen, und hab mich gefragt, ob sich zwischen den beiden wohl eine Liebesbeziehung entwickelt. Aber da gibt es dann ja auch noch Etiennes jüngeren Bruder Alexandre, und auch einige andere Männer am Hofe des Königs scheinen ein Auge auf die junge Mademoiselle Allemande, wie Julia dort genannt wird, geworfen zu haben. Insgesamt lebt das Buch auch nicht gerade von Romantik und ist somit auch für Leser und Leserinnen geeignet, die nicht auf viel Romantik und Kitsch stehen.

Obwohl die meiste Zeit gar nicht viel Spektakuläres passiert ist, hat mich das Buch so in seinen Bann gezogen, dass ich es nahezu an einem Stück durchlesen musste. Es besticht mit sympathischen und glaubwürdigen Protagonisten und seinen spritzigen Dialoge. Gepaart mit dem Versailles des 17. Jahrhunderts, schönen Kleidern und Intrigen bei Hofe ergibt das Buch eine sehr unterhaltsame Geschichte. Einziger klitzekleiner Kritikpunkt für mich ist es, das erst gegen Ende des Buches wirklich viel passiert und Julia und Etienne erst recht spät auf die Spuren einer Verschwörung stoßen. Da dies insgesamt dem Spaß beim Lesen aber keinen Abbruch getan hat ist es nur ein kleiner Abzug in der Wertung.

Zu Sandra Regniers Schreibstil möchte ich nur noch kurz sagen, dass er einfach klasse ist. Flüssig und leicht geschrieben, mit einer großen Portion Humor. Ich konnte mir alles sehr bildlich vorstellen und war von der ersten Seite an mitten in der Geschichte. Einfach mitreißend und in den richtigen Momenten berührend.

Fazit

„Die Stunde der Lilie“ ist ein toller Auftakt für Sandra Regniers neue Trilogie, die mich bisher auf nahezu ganzer Länge überzeugen konnte. Tolle Protagonisten, spritzige Dialoge und eine interessante Story zusammengefügt durch Sandra Regniers mitreißenden Schreibstil. Wer die Pan-Trilogie mochte, wird „Die Stunde der Lilie“ lieben.

Liebe Grüße





              Meine Bewertung



Weitere Infos

362 Seiten
Ab 14 Jahren
ISBN: 378-3-646-60073-5
E-Book: 4,99
Erscheinungsdatum: 7. August 2014

Der zweite Teil erscheint am 8. Januar 2015, was einfach noch viel zu lang hin ist.



Für weitere erste Meinungen schaut doch bei Vorablesen vorbei. 



Rezension "Die verborgenen Insignien des Pan"

Achtung, diese Rezension behandelt den 3. Band einer Trilogie. Wer die ersten Bände noch nicht kennt und sich nicht aus Versehen spoilern will, schaut sich lieber die Rezension zum ersten/zweiten Band an.


Über die Autorin


Sandra Regnier stammt aus der Vulkaneifel, wo sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt. Obwohl sie lange nach Frankreich wollte blieb sie in der Vulkaneifel und heiratete stattdessen einen Mann mit französichen Nachnamen. Nach ihrer Schulzeit absolvierte sie eine Ausbildung zur Beamtin. Mittlerweile ist sie selbstständig tätig und betreibt eine kleine Werkstatt für Bilderrahmen, da die Schreiberei noch nicht zum Leben reicht. Neben dem Schreiben interessiert sie sich außerdem für Malerei und Geschichte.
Mehr Infos findet ihr auf ihrer Homepage

Klappentext

Eigentlich sollte sich Felicity ja glücklich schätzen. Nicht nur scheinen plötzlich sämtliche Jungen aus ihrer Schule an ihr interessiert zu sein, sie ist auch bereits mit dem bestaussehendsten Typen Londons verlobt. Nur leider ist die Verlobung schon vor Jahrhunderten arrangiert worden und ihr Zukünftiger der etwas zu charmante Halbelf Leander FitzMor, der viel zu vielen Frauen den Kopf verdreht. Felicity kann sich einfach nicht entscheiden, ob sie ihn lieber schlagen oder ihm doch endlich den alles verändernden Kuss geben soll. Zu allem Überfluss spitzt sich auch die Lage in der Anderwelt zu und wieder hängt alles von Felicity ab. Nur sie kann die für die Elfen so wichtigen Insignien finden, muss dafür aber ziemlich durch die Zeit reisen …

Leseprobe

Eine Leseprobe gibt es wieder HIER

Buchtrailer

Hier nochmal der Buchtrailer zum 1. Teil 


Cover

Auch das dritte Cover gefällt mir wieder sehr gut. Neben der Farbe, die sich geändert hat, sieht man im Hintergrund nun ein Schloss. Ich bin nicht ganz sicher, ob es sich dabei um Avalon oder etwas anderes Handelt, aber es passt erneut sehr gut zum Inhalt des Buches. Die Farmen der drei Bände harmonieren sehr schön miteinander und ich finde sie rundum passend.

Über das Buch

„Ich war neugierig.“ Mit diesem einfachen Satz begann „Das geheime Vermächtnis des Pan“, der erste Band der Reihe, zunächst aus der Sicht von Lee, der zum ersten Mal auf Felicity, die Auserwählte, trifft – und zunächst nicht gerade begeistert ist. Am Anfang der Geschichte begegnet man Felicity als einer ungeschickten Teenagerin mit einer Zahnspange und ein paar Kilos zu viel auf den Rippen. Dazu kommt noch ihr etwas ungepflegtes Äußeres. Kein Wunder also, dass Lee von seiner zukünftigen Verlobten zunächst nicht angetan ist. Felicity ist allerdings auch nicht gerade begeistert, als der neue und gutaussehende Lee sich an ihre Fersen hängt. Doch mit der Zeit lernen sich die beiden besser kennen und Felicity lernt Lee zu schätzen, obwohl er ihr manchmal, unter anderem durch längere Abwesenheiten aus der Schule, immer wieder Rätsel aufgibt. Zu allem Überfluss hat Felicity immer wieder seltsame Erlebnisse, die sie sich nicht erklären kann. Als Felicity und Lee aus Versehen in der Zeit springen, offenbart Lee ihr schließlich, dass er ein Halbelf ist und für den FISS-Fairy Intelligence Secret Service als Agent in verschiedenen Zeiten unterwegs ist. Außerdem sei Felicity die prophezeite Retterin des Elfenreichs.
Im letzten Band dieser Trilogie spitzt sich die Situation langsam zu. Die „Drachenkinder“ wollen Felicity ebenso wie die Elfen auf ihre Seite ziehen, um an die Insignien des Pan zu gelangen. Während die Drachen sich einen Platz in der Welt erkämpfen wollen, ist es das Ziel der Elfen, die Drachen vollständig auszurotten. Während eine Auseinandersetzung zunehmend unvermeidlich erscheint, wird die Zeit immer drängender und Felicity und Lee machen sich erneut auf die Suche nach den Insignien des Pan.

Da das Kapitel Richard Cosgrove ja zum Glück endlich abgeschlossen ist, kann sich Felicity endlich ganz auf ihre Beziehung zu Lee konzentrieren und es wird zunehmend klar, dass die beiden -zum Glück - nicht nur Freunde sind. Es gibt ein paar tolle romantische Szenen, auf die ich seit dem ersten Band warte. Wichtig ist hier jedoch zu sagen, dass es nicht plötzlich im ganzen Buch schnulzig zugeht. Das beschränkt sich wirklich auf einige schöne Szenen, denn die meiste Zeit haben Felicity und Lee ja ganz andere Sorgen. Im letzten Band wird sehr deutlich, wie sehr sich Felicity seit dem Anfang verändert hat. Neben den Äußerlichkeiten ist sie auch wesentlich selbstbewusster geworden und weiß ihre Meinung endlich auch mal durchzusetzen.

Insgesamt war die Handlung wieder spannend, auch wenn ich mir manchmal noch ein bisschen mehr gewünscht hätte. Vor allem die Suche nach den Insignien hat sich dann doch für meinen Geschmack ein wenig zu einfach gestaltet. Die große Schlacht am Ende war sehr gut und die Verluste haben mich sehr traurig gestimmt. Dennoch fand ich es gut, dass nicht darauf verzichtet wurde, denn ein Friede-Freude-Eierkuchen-Ende hätte einfach nicht gepasst. Die meisten Rätsel wurden endlich gelöst, vor allem die Frage nach Felicities Herkunft, die mich wirklich brennend interessiert hat. Einige Fragen sind bei mir dennoch übrig geblieben, was aber nicht weiter schlimm ist.

Fazit

Alles in allem war „Die verborgenen Insignien des Pan“ für mich ein gelungener Abschluss dieser tollen Trilogie. Mit ihren liebevoll gestalteten Charakteren und der spannenden Handlung konnte mich die Autorin sehr gut fesseln. Ich kann allen Fans von Romantik und Fantasy diese Trilogie nur ans Herz legen, denn es lohnt sich.

Einen tollen Start in die neue Woche

           




                Meine Bewertung


Weitere Infos

Die verborgenen Insignien des Pna
Seiten  349 (Print)
 ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-646-60010-0
E-Book 3,99€
Taschenbuch 8,99 (Release August 2014)



Die Reihe








Rezension "Die dunkle Prophezeiung de Pan"

Achtung, diese Rezension behandelt den 2. Band einer Trilogie. Wer den ersten Band noch nicht kennt und sich nicht aus Versehen spoilern will, schaut sich lieber die Rezension zum ersten Band an.


Über die Autorin


Quelle
Sandra Regnier stammt aus der Vulkaneifel, wo sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt. Obwohl sie lange nach Frankreich wollte blieb sie in der Vulkaneifel und heiratete stattdessen einen Mann mit französichen Nachnamen. Nach ihrer Schulzeit absolvierte sie eine Ausbildung zur Beamtin. Mittlerweile ist sie selbstständig tätig und betreibt eine kleine Werkstatt für Bilderrahmen, da die Schreiberei noch nicht zum Leben reicht. Neben dem Schreiben interessiert sie sich außerdem für Malerei und Geschichte.

Mehr Infos findet ihr auf ihrer Homepage.  

Klappentext

Es ist wirklich nicht leicht, die Auserwählte der Elfenwelt zu sein, wie Felicity Morgan täglich feststellen muss. Statt der erwarteten Lobeshymnen steht sie jetzt plötzlich unter Mordverdacht und der Elfenkönig ist persönlich hinter ihr her. Da hilft es auch nicht wirklich, Leander FitzMor, den bestaussehendsten Typen Londons, an seiner Seite zu haben, vor allem nicht, wenn man sich seiner Absichten nie ganz sicher sein kann. Wie gut, dass Felicity ihr Herz ohnehin schon an den attraktiven Filmstar Richard Cosgrove verloren hat. Nur leider kann er ihr nicht weiterhelfen, als sie plötzlich im Versailles des achtzehnten Jahrhunderts erwacht …  

Leseprobe

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Buchtrailer 

Hier noch mal den Buchtrailer zum 1. Band.


Cover

Das Cover finde ich erneut sehr schön. Ich finde es gut, das man für die Trilogie ein sehr einheitliches Design gewählt hat, dass sich lediglich in einigen Nuancen unterscheidet. Auch hier auf dem Titel ist wieder die Elfe mit sehr schönen Libellenflügeln zu sehen. Im Gegensatz zum ersten Band sieht man im Hintergrund nicht London, sondern passenderweise Versailles, wo sich auch ein Teil der Handlung abspielt, als Felicity bei einem weiteren Zeitsprung dorthin verschlagen wird.

Quelle

Über das Buch

„Ich war neugierig.“ Mit diesem einfachen Satz begann „Das geheime Vermächtnis des Pan“, der erste Band der Reihe, zunächst aus der Sicht von Lee, der zum ersten Mal auf Felicity, die Auserwählte, trifft – und zunächst nicht gerade begeistert ist. Am Anfang der Geschichte begegnet man Felicity als einer ungeschickten Teenagerin mit einer Zahnspange und ein paar Kilos zu viel auf den Rippen. Dazu kommt noch ihr etwas ungepflegtes Äußeres. Kein Wunder also, dass Lee von seiner zukünftigen Verlobten zunächst nicht angetan ist. Felicity ist allerdings auch nicht gerade begeistert, als der neue und gutaussehende Lee sich an ihre Fersen hängt. Doch mit der Zeit lernen sich die beiden besser kennen und Felicity lernt Lee zu schätzen, obwohl er ihr manchmal, unter anderem durch längere Abwesenheiten aus der Schule, immer wieder Rätsel aufgibt. Zu allem Überfluss hat Felicity immer wieder seltsame Erlebnisse, die sie sich nicht erklären kann. Als Felicity und Lee aus Versehen in der Zeit springen, offenbart Lee ihr schließlich, dass er ein Halbelf ist und für den FISS-Fairy Intelligence Secret Service als Agent in verschiedenen Zeiten unterwegs ist. Außerdem sei Felicity die prophezeite Retterin des Elfenreichs.
Im zweiten Band verschwindet Lee während eines Auftrags und Felicity macht sich Sorgen, da auch seine beiden Cousins Ciaran und Eamon nicht wissen, wo Lee sich aufhält. Felicity hat immer wieder Visionen, die Lee zeigen und macht sich schließlich allein auf die Suche nach ihm und erfährt, dass außer Elfen und Nymphen auch andere Wesen existieren, die sie nur aus Büchern kannte – Drachen.

Die Hauptprotagonisten Felicity – Fay – und Lee haben mir wieder sehr gut gefallen, auch wenn man von Lee durch sein verschwinden diesmal nicht ganz so viel mitbekommen hat. Die einstmals mollige und immer etwas schmuddelige Felicity aus dem ersten Band hat sich durch den Einfluss von Lee schnell weiterentwickelt. Sie ist endlich ihre Zahspange losgeworden und achtet mehr auf ihre Körperhygiene. Dank eines Zerwürfnisses mit ihrer Mutter muss sich auch endlich keine Schichten mehr für Lau in deren Bar schieben und konnte sich endlich einen bezahlten Job suchen. Ich fand es wirklich toll, das Felicity sich so zum positiven entwickelt hat, denn mit ihrem veränderten Aussehen hat sie sich auch ein neues Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen angeeignet. Im Lauf der Geschichte tat sie mir manchmal sehr Leid, wenn wieder ein nerviger Typ wie Carl aufgetaucht ist, um ihr auf den Keks zu gehen. Da ich mich eindeutig zu Lee-Fraktion zähle ging mir auch Richard Cosgrove ziemlich auf die Nerven, und auch die anderen Typen, die plötzlich alle auf sie standen. Insgesamt fand ich allerdings auch hier noch immer, dass Felicity sich zum Teil der naiv verhält. Niemand gibt ihr vernünftige Antworten und irgendwie sitzt sie ständig zwischen den Stühlen, weil alle irgendetwas von ihr wollen, ohne sich auseichend zur Wehr zu setzen.

Auch Felicities Freunde fand ich sehr interessant. Leider haben die ihre Wandlung zum Teil ja nicht ganz so positiv gesehen und ihr zusätzlich ein schlechtes Gewissen gemacht, wenn sie mal wieder gegen ihren Willen für einige Zeit in einem Zeitsprung feststeckte. Insgesamt hat ihr Freundeskreis aber eine sehr schöne Kulisse gebildet und auch die anderen Nebencharaktere fand ich sehr gut. Einer meiner Lieblingscharaktere ist definitiv Lee’s Cousin Ciaran, der als Geschichtslehrer am Horton College eine klasse Figur abgegeben hat.
Das im Verlauf des Buchs auch Drachen dazukamen fand ich sehr spannend, hatte aber auch fast schon damit gerechnet, denn wo Elfen sind, sollten Drachen nicht allzuweit sein. Und am Ende gab es dann auch direkt mal einen Cliff-Hanger als sich ein „Drachenkind“ offenbart hat. Wirklich spannend.

Insgesamt fand ich es zwar schade, dass Lee so lange verschwunden war, aber es war auch sehr spannend, Felicity mal auf sich allein gestellt oder mit Ciaran zu erleben. Einige Fragen konnten geklärt werden und eine viel größere Anzahl neuer Fragen hat sich mal wieder vor Felicity und dem Leser aufgetan, die hoffentlich im dritten Band alle beantwortet werden. Das Erzähltempo ist ganz angenehm obwohl es an wenigen Stellen gerne etwas rasanter hätte zugehen können. Der Schreibstil allerdings konnte mich wieder auf ganzer Länge überzeugen und glänzt mit spritzigen Dialogen und einem locker-leichten Erzählstil.

Fazit

Felicity ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, die hart für ihre Zukunft arbeitet um Lehrerin zu werden. Doch dann kommt alles ganz anders und ihr Leben wird komplett über den Haufen geworfen. Das Buch hat neben einem mitreißenden Schreibstil auch eine schöne Geschichte zu bieten, die mit Freundschaft, Liebe, Fantasyelementen und ein wenig Action aufwarten kann. Ein rundes Lesevergnügen dass Lust auf den letzten Band macht.

Ein büchereiches Wochenende wünscht euch




                Meine Bewertung



Weitere Infos


Die dunkle Prophezeiung des Pan
Seiten: 416
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-551-31396-6
Preis: 
Taschenbuch 8,99
E-Book 3,99

Die komplette Trilogie ist als E-Book auch im Set für 9,99 erhältlich


Die Reihe





Rezension "Steelheart"

Quelle

Über den Autor



Brandon Sanderson wurde 1975 in Lincoln, Nebraska geboren und lebt heute mit seiner Familie in Provo, Utah. Er studierte englische Literatur und unterrichtet kreatives Schreiben. Seit seiner Schulzeit schreibt er bereits phantastische Geschichten und konnte bereits mit diversen Jugend- und Fantasybüchern (z.B. „Elantris“, „Kinder des Nebels“) überzeugen. Des Weiteren wurde er auserwählt, Roberts Jordans Zyklus „Das Rad der Zeit“ nach dessen Tod zu beenden, woran er von 2009-2013 arbeitete
.
Weitere Informationen findet ihr auf seiner Homepage 

Klappentext



SELBST DER STÄRKSTE GEGNER IST VERWUNDBAR

Nichts ist mehr, wie es einmal war: Die Welt wird beherrscht von den Epics, Menschen mit Superkräften, die sich über jedes Gesetzt stellen. In Chicago hat ein besonders mächtiger Epic namens Steelheart seine Herrschaft errichtet und verbreitet Furcht und Schrecken. Er glaubt sich unbesiegbar – doch er hat nicht mich David gerechnet. Denn für den Achtzehnjährigen zählt nur eins: Rache an Steelheart für den Tod seines Vaters und Freiheit für Chicago! Ein Plan, der ihm alles abverlangen wird...

Quelle

Leseprobe


Eine Leseprobe findet ihr HIER auf der Verlagshomepage

Cover und Titel



Das Cover finde ich sehr gelungen. Es zeigt einen jungen Mann von hinten inmitten aus einer zerstörten Hölle aus Stahl. Das Thema Stahl ist damit sehr gut aufgegriffen und spiegelt sehr gut die Zustände im inneren des Buches wieder. Der Schriftzug „Steelheart“ hat zudem eine Haptik, die sich sehr gut unter den Fingern anfühlt. Für mich ist das Cover sehr gelungen und nicht einfach 0815.
Den Titel finde ich auch sehr passend, da sich im Leben des Protagonisten David, und somit auch im Roman, alles um den Epic Steelheart dreht. Schön finde ich hier vor allem, dass sich der Verlag entschieden hat, den Originaltitel zu übernehmen und nicht wieder irgendeinen dummen deutschen Titel zu erfinden, der mit dem englischen Titel, oder auch dem Inhalt, gar nichts mehr zu tun hat.




Über das Buch

Erster Satz: „Ich habe Steelheart bluten sehen.“

Seit „Calamity“, einer mysteriösen kosmischen Erscheinung, tauchen immer wieder Menschen mit Superkräften auf. Die meisten dieser sogenannten „Epics“ wiedersetzten sich allen Gesetzen und führten zu einem Bruch der Vereinigten Staaten. Verschiedene mächtige Epics haben das Land unter sich aufgeteilt und errichteten eine Schreckensherrschaft über die Menschen. Die Geschichte des Protagonisten David spielt in Chicago, welches 10 Jahre nach Calamity Newcago heißt und von dem Epic Steelheart, der nun über die Stadt herrscht, vollständig in Stahl verwandelt wurde. Als David 8 war, tötete Steelheart während der Annektierung der Stadt Davids Vater. David entkommt selber nur knapp dem Tod und schwört Rache. Wie besessen sammelt er die nächsten 10 Jahre jegliche Information über Epics, die er bekommen kann, denn jeder Epic besitzt eine Schwäche, die es auszunutzen gilt. Auch der allmächtige und unverwundbare Steelheart muss eine solche Schwäche haben, denn David hat in bluten sehen. Als die „Rächer“ nach Newcago kommen, um einen Epic zu sehen, sieht David seine Change gekommen, sich ihnen anzuschließen und sich mit ihrer Hilfe endlich an Steelheart zu rächen.


David ist ein sehr interessanter Charakter. Er ist zielstrebig und manchmal ein wenig übereifrig. Er kann gut improvisieren, hat keine Ahnung von Frauen und wird hauptsächlich von dem Gedanken an Rache angetrieben. Wie ein Schwamm saugt er alle Infomationen über Epics in sich auf. Dabei bleibt er allerdings immer sehr menschlich und wirft mit witzigen und unpassenden Metapern um sich. Für mich ist er ein wirklich sehr gelungener Hauptprotagonist.

Die „Rächer“ sind eine Untergrundorganisation, die versuchen, einige grausame Epics aus dem Verkehr zu ziehen, sofern sie es schaffen, ihre Schwächen zu ermitteln und sie in einen Hinterhalt zu locken. Zu ihnen gehören die Wissenschaftlerin Tia, die Schützen Cody und Abraham sowie Megan und „Der Prof“. Die Gruppe fand ich ebenfalls sehr passend, da sie aus ganz unterschiedlichen Charakteren bestand, die dem ganzen Geschehen eine gute Dynamik und auch einen gewissen Grad an Humor hinzugefügt haben. Ich finde es sehr schade, dass man im Laufe der Geschichte nicht besonders viel über die einzelnen Charaktere und deren Vergangenheit erfährt. Da die Geschichte aus der Ich-Perspektive von David erzählt ist, ist es allerdings plausibel, dass er diese Dinge nicht wissen darf, um bei einer Gefangennahme niemanden in Gefahr zu bringen, und so finde ich es zwar schade, es bildet jedoch keinen Kritikpunkt. Ich hoffe einfach, dass ihre Geschichten in der Fortsetzung „Firefight“ oder dem Kurzroman „Mitosis“ näher erläutert werden.

Wie schon erwähnt wird die Geschichte aus Davids Sicht erzählt. So erfahren wir anhand seiner Erinnerungen zunächst, was an dem Tag geschah, an dem Steelheart seinen Vater tötete. Anschließend hat man immer einen guten Einblick in seine zum Teil etwas wirren Gedanken und seine Sorgen und Gefühle, die insbesondere bei der Begegnung mit Megan natürlich ein wenig in Aufruhr geraten. Insgesamt finde ich es aber sehr gut, dass es in dem Buch keine dominante Liebesgeschichte gibt und man lediglich einen kleinen Einblick in Davids Gefühle bekommt. Hier zeigt sich deutlich, dass das Buch nicht nur auf eine weibliche Leserschaft ausgerichtet ist, wie das bei vielen anderen Büchern der Fall ist.

Der Schreibstil ist klar und bildlich. Ich fand es besonders gut, das Sanderson Begriffe wie „Calamity“ von den Protagonisten als eine Art Fluch verwendet wird, was ich sehr passend finde. Ganz fantastisch ist auch das Wort „Schlonz“, was wohl so viel wie Dummkopf oder Trottel bedeutet und mir irgendwie gefällt. Insgesamt schafft es Sanderson, dass ich mir Newcago, die Stadt aus Metall in ihrem ewigen Zwielicht sehr gut vorstellen kann. Insgesamt ist die Stimmung im Buch sehr düster und ich hatte das Gefühl einer ständigen Bedrohung, die über den Protagonisten schwebte, was ich sehr passend fand.

Das Ende war für mich passend und sehr zu meiner Freude nicht unbedingt vorhersehbar. Insbesondere auf Steelhearts Schwäche wäre ich nie gekommen. Einziger Kritikpunkt ist für mich, dass die Geschichte insgesamt sehr geradlinig verläuft, aber ansonsten bin ich rundum zufrieden und freue mich, dass ich gerade entdeckt habe, dass es einen Kurzroman gibt und 2015 auch eine Fortsetzung erscheinen wird, auf die ich schon sehr gespannt bin. Es sind noch einige Fragen offen und ich wüsste gern wie es für die Menschen und die Epics weitergehen wird.

Lieblingszitat

„Macht korrumpiert die Menschen, und absolute Macht korrumpiert absolut.“



Fazit



Brandon Sanderson ist mit „Steelheart“ ein sehr guter dystopischer Roman gelungen der mit einer überzeugenden Atmosphäre und überzeugenden Protagonisten überzeugen kann. Die Story ist sehr gut und nicht vorhersehbar. Da sie nicht wie so vieles anderes vor Romantik nur so trieft, ist sie sowohl für männliche als auch für weibliche Leser auf jeden Fall wärmstens zu empfehlen.

Liebe Grüße

        



                      Meine Bewertung




Die Reihe


Band 2 „Firefight“ wir im Januar 2015 erscheinen. Mitosis ist bereits bei Amazon.de als Englischsprachiges E-Book erhältlich J

Weitere Infos


Originaltitel: Steelheart
Originalverlag: Delacorte Press
Aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski
Gebundene deutsche Erstausgabe
Empfohlen ab 14 Jahre
448 Seiten
Preis 17,99€
ISBN: 978-3-453-26899-9



Rezension "Erlöse mich"

Zuerst einmal vielen Dank Wasliestdu.de und den Goldmann Verlag für das kostenlose Leseexemplar.

Über den Autor


Quelle
Der Australier Michael Robotham wurde 1960 in New South Wales geboren und lebt heute mit seiner Frau und drei Töchtern in Sidney. Seit 1979 arbeitete er zunächst als Journalist in Sidney und später in London. 1993 hängte er seine Journalistenkarriere zunächst an den Nagel um Ghostwriter zu werden und schrieb sehr erfolgreich Biographien für verschiedenen Prominente und Politiker. Anschließend wandte er sich der fiktiven Literatur zu, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. PaperbackSein erster Roman The Suspect/ Adrenalin (erschienen bei Goldmann) wurde direkt zum Bestseller. Quelle

Hier kommt ihr zu seiner Homepage 
Hier kommt ihr zur Seite des Verlags wo ihr Infos zu seinen Romanen und ein Interview findet.

Auch bei krimi-couch.de findet ihr ein Interview mit ihm 

Klappentext


ER IST DEIN BESCHÜTZER. ER IST DEIN ERLÖSER. ER WILL DICH VERNICHTEN.

Ich habe mich verliebt, und ich bin ihr gefolgt. Sie sah mich nicht. Sie wusste nicht einmal von meiner Existenz. Jetzt bin ich die wichtigste Figur in Marnies Leben, doch sie weiß es noch nicht. Ich bin der, der aufpasst.

Seit ihr Mann Daniel vor einem Jahr spurlos verschwand, liegt ein schwarzer Schatten über dem Leben von Marnie Logan. Aber sie leidet nicht nur unter der quälenden Ungewissheit über sein Schicksal – immer wieder übermannen sie plötzlich Ängste, immer wieder beschleicht sie das Gefühl, beobachtet zu werden. Deshalb sucht sie auch Hilfe bei dem Psychologen Joe O’Loughlin, der den Verdacht hat, dass Marnie ihm etwas verschweigt. Als eines Tages überraschend ein Album mit Fotos alter Freunde und Bekannter entdeckt wird, das Daniel seiner Frau zum Geburtstag schenken wollte, ist Marnie zunächst gerührt. Doch dann kommt die grausame Geschichte dahinter ans Tageslicht, die auch Joe zutiefst erschüttert.

Leseprobe


Das Cover


Das Cover finde ich sehr gut gelungen. Es ist schlicht, nicht so überladen und gleichzeitig ansprechend. Der Titel steht eindeutig im Vordergrund. Leider passt für mich das Cover nach dem Lesen nicht mehr so gut zum Buch, weil es mit dem Inhalt einfach nicht so viel zu tun hat. Ich finde es schade, das im Titel mal wieder kein Bezug auf den Originaltitel genommen wurde. Da es ja um einen Stalker geht hätte ich es besser gefunden, hätte man den Originaltitel „Watching you“ oder eine deutsche Abwandlung verwendet.



Über das Buch

Seit Marnies Mann vor mehr als einem Jahr verschwunden ist, steht ihr Leben Kopf. Neben der Ungewissheit über seinen Verbleib hat ihr ihr Mann Daniel auch einen Haufen Spielschulden hinterlassen, und seine Gläubiger nötigen nun Marnie, seine Schulden zu bezahlen. Während sie versucht, mit ihrer pubertären Tochter Zoe klarzukommen, für ihren kleinen Sohn Elijah da zu sein und Daniels Schulden zu bezahlen, wächst ihr langsam alles über den Kopf. Als Marnie ein Fotoalbum und Aufnahmen findet, in dem Daniel Personen aus ihrer Vergangenheit befragt hat, zeigt sie diese ihrem Psychologen Joe O‘Loughlin. Als Marnie schließlich auch noch ins Visier der Polizei gerät, wendet sich Joe aus Sorge um sie an den pensionierten Detective Vincent Ruiz und gemeinsam verfolgen sie die Spuren in Marnies Vergangenheit. Dabei fügt sich nach und nach ein erschreckendes Bild zusammen.

Zuerst wusste ich gar nicht, dass das Buch schon Nummer Neun in der Geschichte des Ermittlerduos Vincent Ruiz und Joe O’Loughlin Reihe ist. Beim Lesen wurde man auch nicht dadurch beeinträchtigt, was ich sehr angenehm fand. Zwar wurde auf eine länger bestehende Freundschaft zwischen Ruiz und O’Loughlin hingewiesen, es wurden aber keine alten Fälle erwähnt, die einen noch zusätzlich verwirrt hätten. Das Buch ist vollkommen unabhängig und kann von jedem gelesen werden, ob man nun die anderen Romane auch kennt, oder nicht, spielt dabei keine Rolle.

Zunächst einmal etwas über die Charaktere, die ich gut gelungen fand. Man konnte sie sich gut vorstellen, auch ohne gleich ihre komplette Vergangenheit durchleuchtet zu bekommen und die Beschreibungen der Charaktere standen nicht im Vordergrund, was ich sehr gut fand. Mein Lieblingscharakter ist Joe O’Loughlin, der ein intelligenter und gutherziger Mann ist. Ich finde es bewundernswert, wie er versucht, sich nicht von seiner Parkinson-Krankheit niederringen zu lassen. Marnie hingegen fand ich gut ausgestaltet und beschrieben, muss aber zugeben, dass sie mir stellenweise mit ihrer Naivität und dummen Entscheidungen doch schon leicht auf den Keks gegangen ist.

Die Story an sich war sehr packend. Die Sichtweisen wechselten immer wieder zwischen verschiedenen Personen hin und her, so dass man nicht nur auf Marnies Perpektive beschränkt war, was mir hier sehr gut gefallen hat. Zwischendurch gab es immer wieder in kursiv gehaltene Abschnitte aus der Ich-Perspektive des Stalker, die mich sehr neugierig auf seine Identität gemacht haben. Die Story hat immer wieder unerwartete Wendungen zu bieten, die einen zwischendurch sogar daran zweifeln lassen, ob es überhaupt einen Stalker gibt. Bis zum Ende bleibt es undurchsichtig und ich fand es klasse, dass man nicht schon nach einem Drittel des Buches den weiteren Verlauf vorhersagen konnte.

Michael Robothams Schreibstil hat mir ebenfalls gut gefallen. Es war leicht und flüssig zu lesen. Die Dialoge waren gut und wirkten nicht gestelzt. Die Spannung konnte er über das ganze Buch hinweg gut aufbauen und halten und auf unnötig blutrünstige Szenen wurde ebenfalls verzichtet.

Fazit

Insgesamt hat mir „Erlöse mich“ von Michael Robotham mich gut unterhalten. Die Charaktere waren glaubwürdig, die Story spannend und voller überraschender Wendungen. Ich kann das Buch jedem empfehlen der auf Spannung und Psychothriller ohne unnötiges Blutvergießen steht. Es wird sicher nicht der letzte Roman über Ruiz und O’Loughlin sein, den ich lese.

               Meine Bewertung



Weitere Infos

Originaltitel: Watching you
Deutscher Titel: Erlöse mich
Übersetzt von Kristian Lutze
448 Seiten
Paperback
Preis 14,99
ISBN 978-3-442-31317-4


Weitere Bücher vom Ermittlerteam Joe O’Loughlin und Vincent Ruiz sind:
Adrenalin
Amnesie
Todeskampf
Dein Wille geschehe
Bis du stirbst
Todeswunsch
Der Insider
Sag, es tut dir Leid
Erlöse mich






Rezension "Zertrennlich"

So, bevor es mit der Rezension losgeht möchte ich mich zunächst bei Vorablesen.de und dem Script5 Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Es war ein toller Gewinn.


© Alex Sarginson Quelle

Über die Autorin

Saskia Sarginson wuchs ebenso wie ihre Protagonistinnin in Wald von Suffolk auf. Schreiben tut sie bereits seit ihrer Kindheit, obwohl sie erst in ihren Vierzigern den Mut fand, einen ganzen Roman zu schreiben. Sie hat einen Abschluss in Englischer Literatur an der Cambridge Universität gemacht und arbeitete bereits als Journalistin, Ghostwriterin, Lektorin und Gutachterin für Drehbücher. Sie lebt mit ihren vier Kindern, unter anderem eineiigen Zwillingsmädchen, in London. „Zertrennlich“ ist ihr Debüt. Quelle

HIER findet ihr noch ein sehr schönes Interview, allerdings englischsprachig J
   

Klappentext

Eine bewegende und fesselnde Reise zu den dunklen Geheimnissen einer Kindheit, die aus einem unzertrennlichen Ganzen zwei Schwestern machte, die einander wie Fremde erscheinen.

Ein flirrender Sommer an Englands Ostküste. Die Zwillingsschwestern Viola und Isolte sind durch duftende Kiefernwälder gestreift, haben auf nebelüberfluteten Lichtungen längst vergessene Sagengestalten beschworen und den scharfen, salzigen Wind des Meeres geatmet. Doch nun, fünfzehn Jahre später, scheinen die beiden nichts mehr gemein zu haben. Während Isolte sich mit verzweifelter Lebensfreude der Welt entgegenwirft, hungert Viola sich in den sicheren Tod. Während eine der Schwestern sich verbissen an ihre Ziele und Pläne klammert, wünscht die andere nichts sehnlicher, als sich aufzulösen und ihrer Vergangenheit zu entkommen.
Welcher unaussprechliche Schrecken ist geschehen in jenem Sommer, als alles möglich schien und der das Erwachsenwerden zweier Zwillingsschwestern so unerbittlich bestimmt?

In ihrem hochgelobten Debüt schafft Saskia Sarginson eine bewegende Liebesgeschichte und einen Spannungsroman, dessen Geschichte mitreißt und dessen Atmosphäre lange nachklingt.

Wer direkt einen Blick in das Buch werfen möchte findet HIER eine Leseprobe.

Zur Verlagshomepage kommt ihr HIER.

Buchtrailer


Cover

Das Cover des Buches gefällt mir persönlich sehr gut. Die hellen lebendigen Farben wirken frisch und lebendig, was sehr gut zu Kindern passt. Das Cover passt auch sehr gut zum Inhalt, da es zum einen Zwillinge zeigt, und zum anderen das Meer, welches auch im Buch eine wichtige Rolle spielt. Für mich ist das Cover insgesamt sehr stimmig und ich finde es besonders toll, dass man sich entschieden hat, dass englische Cover zum größten Teil zu übernehmen, und nicht etwas neues daraus zu machen.

Über das Buch

Die Zwillinge Viola und Isolte könnten nicht unterschiedlicher sein. Während Viola im Krankenhaus mit ihrer Magersucht kämpft, ist Isolte erfolgreich für eine Modezeitschrift in London tätig und mit dem Fotografen Ben liiert. Doch nicht nur Viola leidet unter den Ereignissen der Vergangenheit, auch Isolte muss sich der Vergangenheit stellen und reist schließlich zurück an den Ort ihrer Kindheit.
Während Isolte und Viola in der Gegenwart mit den Ereignissen der Vergangenheit hadern, erfährt man nach und nach aus Violas Erinnerungen, was damals im Wald von Suffolk geschehen ist. Wie die Zwillinge mit ihrer Hippie-Mutter aufwuchsen, die ihre Kinder zwar liebte, ihnen aber keine Stabilität und Erziehung bieten konnte. Man erfährt, wie sie ihre Tage mit den Zwillingen John und Michael verbrachten und was an dem verhängnisvollen Tag im Wald geschah, der ihr Leben auch Jahre später noch beeinflusst.

Das Buch bewegt sich auf verschiedenen Zeitebenen und wechselt zudem den Fokus zwischen Viola und Isolte hin und her. Da sich nicht alles auf zwei chronologischen Zeitebenen abspielt und die einzelnen Abschnitte nicht markiert sind, war es zum Teil schwer, dem Geschehen zu folgen. Zumindest hat es meist etwas gedauert, bis klar war, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Isoltes Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler im Jahr 1987 erzählt, während Violas Teil der Geschichte aus der Ich-Perpektive erzählt wird, und ihre Erinnerungen sind es auch, die den Leser in das Geschehen von 1972 eintauchen lässt.

Der Schreibstil war klar, einfach und bildlich. Besonders Violas Erinnerungen waren sehr anschaulich beschrieben und ich konnte mir den Wald von Suffolk mit alle seinen alten Bäumen und den Gerüchen sehr gut vorstellen. Das Buch gibt außerdem einen schönen Einblick in die Beziehung von Zwillingen, die sich nicht nur aus Verbundenheit, sondern auch aus Rivalität und dem Wunsch nach Individualität auszeichnet. Die Geschichte beginnt mit den Worten „Wir sind nicht immer Zwillinge gewesen. Früher waren wir ein einziger Mensch.“ Obwohl sie gleich sind, aus demselben Stoff gemacht, sind Viola und Isolte doch unterschiedlich wie Tag und Nacht. Isolte die Ältere, ist quirlig und selbstbewusst, Viola eher ruhig und ein wenig schüchtern. Ihr Verhältnis geprägt von Liebe, aber auch von Neid und den Selbstzweifeln die entstehen, wenn man zusammen mit einer besseren Version seines Selbst aufwächst. Ich fand es sehr faszinierend, Violas Gedanken zu folgen.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Isolte und Viola teilen zwar dieselbe Vergangenheit, gehen damit aber ganz unterschiedlich um. Während Viola versucht, sich durch ihren Hunger von ihrem Kummer und ihrer Schuld zu befreien, versucht Isolte verzweifelt, das Leben zu genießen und dabei alles unter Kontrolle zu behalten. Dennoch konnte keine der beiden wirklich mit ihrer tragischen Vergangenheit abschließen und es war sehr spannend, ihren Spuren zurück in die Vergangenheit zu folgen.

Das Ende hat mir gut gefallen, es bietet einen guten Abschluss und lässt dem Leser gleichzeitig Raum, sich eine eigene Zukunft für die Charaktere zu überlegen.

Fazit

Insgesamt hat mir „Zertrennlich“, der Debütroman von Saskia Sarginson gut gefallen. Die Charaktere waren sehr gut beschrieben und insbesondere in Viola konnte man sich, nicht zuletzt auf Grund der Ich-Perspektive, sehr gut hineinfühlen. Sie tat mir unglaublich Leid und ich habe mir sehr gewünscht, dass sie einen Ausweg aus ihrer Magersucht findet. Die Handlung des Buches finde ich sehr spannend, und die Zeitsprünge sind für mich an den richtigen Stellen. Ich fand es sehr gut, dass die Aufklärung wirklich erst kurz vorm Schluss kam. Einziger Kritikpunkt ist für mich, dass es bei der Anzahl an Zeitwechseln schön gewesen wäre, die einzelnen Abschnitte zumindest mit Jahreszahlen zu versehen, da es manchmal ein wenig gedauert hat, alles einzuordnen. Alles in Allem kann ich „Zertrennlich“ jedem empfehlen, der gerne Romane über Familiengeschichten mit mehreren Zeitebenen liest. Ich werde definitiv auch zum nächsten Buch von Saskia Sarginson greifen.

Liebe Grüße







                   Meine Bewertung





Weitere Infos


erscheint am 21.07.2014 
 Seiten 416
ISBN 978-3-8390-0152-3
Hardcover mit Schutzumschlag und Relieflack
Preis 18,95 € 


Rezension "Das geheime Vermächtnis des Pan"

Quelle

Über die Autorin 


Sandra Regnier stammt aus der Vulkaneifel, wo sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt. Obwohl sie lange nach Frankreich wollte blieb sie in der Vulkaneifel und heiratete stattdessen einen Mann mit französichen Nachnamen. Nach ihrer Schulzeit absolvierte sie eine Ausbildung zur Beamtin. Mittlerweile ist sie selbstständig tätig und betreibt eine kleine Werkstatt für Bilderrahmen, da die Schreiberei noch nicht zum Leben reicht. Neben dem Schreiben interessiert sie sich außerdem für Malerei und Geschichte. 

Mehr Infos findet ihr auf ihrer Homepage.

Buchtrailer


Klappentext

Felicity Morgan ist nicht gerade das, was sich die Elfenwelt unter ihrer prophezeiten Retterin vorgestellt hat. Sie ist achtzehn, trägt immer noch eine Zahnspange, hat keinen Sinn für schicke Klamotten und scheint niemals genügend Schlaf zu bekommen. Leander FitzMor hingegen, der Neue an Felicitys Schule, ist der wohl mit Abstand bestaussehendste Typ Londons. Um keinen coolen Spruch verlegen und zu allem Überfluss auch noch intelligent – denkt Felicity, die Gott sei Dank nicht auf arrogante Frauenschwärme steht. Auch wenn diesen Leander immer jener seltsam anziehende Duft nach Heu und Moos umgibt und er sie manchmal anschaut, als könne er ihre Gedanken lesen. Aber das Schlimmste an dem Ganzen ist, dass er einfach nicht mehr von ihrer Seite weichen will … Quelle

Quelle

Cover

Das Cover finde ich sehr schön und es macht definitiv neugierig. Mir gefällt die Farbwahl und vor allem, dass die Cover aller drei Bände sich sehr ähnlich sind. Die Libellenflügel des Mädchens haben es mir sehr angetan, da ich zum einen Libellen sehr faszinierend finde, und zum anderen der Meinung bin, dass sie irgendetwas Magisches an sich haben. Allerdings bin ich bisher noch nicht auf geflügelte Feen im Buch gestoßen.

Über das Buch

„Ich war neugierig.“ Mit diesem einfachen Satz beginnt „Das geheime Vermächtnis des Pan“ zunächst aus der Sicht von Lee, der zum ersten Mal auf Felicity, die Auserwählte, trifft – und zunächst nicht gerade begeistert ist. Am Anfang der Geschichte begegnet man Felicity als einer ungeschickten Teenagerin mit einer Zahnspange und ein paar Kilos zu viel auf den Rippen. Dazu kommt noch ihr etwas ungepflegtes Äußeres. Felicity ist allerdings auch nicht gerade begeistert, als der neue und gutaussehende Lee sich an ihre Fersen hängt. Doch mit der Zeit lernen sich die beiden besser kennen und Felicity lernt Lee zu schätzen, obwohl er ihr manchmal, unter anderem durch längere Abwesenheiten aus der Schule, immer wieder Rätsel aufgibt. Zu allem Überfluss hat Felicity immer wieder seltsame Erlebnisse, die sie sich nicht erklären kann. Was anfängt wie eine Teenager-Highschool-Geschichte, entwickelt sich schnell zu etwas Neuem.

Nach dem ersten Kapitel ist der Rest des Buches fast ausschließlich aus Felicitys Sicht geschrieben und man lernt sie sehr schnell besser kenn. Zuerst fand ich es sehr schade, dass es kaum Kapitel aus der Sicht von Lee gab, das hat sich aber schnell gelegt. Seine wenigen Kapitel sind immer sehr gut, aber so ist es tatsächlich weitaus spannender und es wäre sonst wohl auch schwer, nicht mehr von der Story zu verraten, als man schon wissen soll. 


Insgesamt bin ich sehr schnell in die Geschichte reingekommen und Felicity war mir sehr schnell sympathisch. Sie ist gutherzig und hat einen wunderbaren Humor und eine scharfe Zunge, was mir besonders gefällt. Ihre Sicht der Dinge fand ich auch sehr interessant. Obwohl ich manchmal über ihre Naivität und Leichtgläubigkeit den Kopf schütteln musste, fand ich sie alles in allem sehr gelungen. Es ist toll mal auf eine Protagonistin zu treffen, die nicht schon perfekt ist und plötzlich zu allem Überfluss auch noch tolle neue Fähigkeiten an sich entdeckt. Felicity ist einfach ein normales Mädchen aus einer Familie mit schwachem Bildungshintergrund, die sich wünscht, Lehrerin zu werden und nicht wie ihre Mutter als Besitzerin eines schlecht laufenden Pubs zu enden. Felicitys Familie fand ich auch sehr grandios, besonders ihre Schwester, der hätte ich am liebsten eins übergebraten. Ich hab mir die ganze Zeit sehr gewünscht, das Felicity ihre Familie einfach zum Mond schießt, dass hätte ich definitiv getan. Um ihren Traum zu erreichen arbeitet Felicity hart. Zum Glück hat sie Freunde, auf die sie sich verlassen kann, aber zwischenzeitlich tat sie mir wirklich unglaublich Leid.
Obwohl sie manchmal naiv ist und sich von Lee oft viel zu einfach mit fadenscheinigen Erklärungen abspeisen lässt, kann sie auch konsequent sein. Ich fand es toll, dass sie sich nicht mir nichts dir nichts von Lee und seinem guten Aussehen hat einlullen lassen. Sie hat Prinzipien und steht dazu.

Sandra Regniers Schreibstil fand ich flüssig und erfrischend. Insgesamt sehr humorvoll mit einem Händchen, oder eher einer Feder für Situationskomik. Ihre Beschreibungen waren bildlich, aber nicht ausufernd und insgesamt eine runde Sache. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und hatte einen regelrechten Film im Kopf beim Lesen. 
Die Story war für mich eine gute Mischung aus Highschool-Story und Fantasy-Elementen. Letztere haben vor allem gegen Ende der Story zugenommen, was ich persönlich sehr gut fand. Das Erzähltempo hat mir ebenfalls gut gefallen und ich fand es insgesamt sehr ausgewogen und ohne unnötige Längen. Das Ganze endet außerdem mit einem Cliff-Hanger und ich bin glücklich, alle Bände zusammen gekauft zu haben und nicht warten zu müssen.

Fazit

Alles in allem hat mir „Das geheime Vermächtnis des Pan“ sehr gut gefallen. Felicity und Lee sind sehr sympathische Protagonisten und der Verlauf der Story hat mir sehr gut gefallen. Abzüge gibt es lediglich für Felicitys Naivität, welche für ihre 18 Jahre doch sehr ausgeprägt ist. Ich bin schon gespannt auf den zweiten Band und hoffe es werden einige Fragen geklärt, die sich bisher aufgetan haben. Es ist auf jeden Fall noch Luft nach oben und ich hoffe dass der zweite Band den ersten noch toppen kann.

Liebe Grüße



                 Meine Bewertung




Weitere Infos


E-Book
Seiten 289
Alter ab 14 Jahren
Preis 3,99€
ISBN 978-3-646-60008-7

Taschenbuch
Seiten 416
Alter ab 14 Jahren
Preis 8,99€
ISBN 978-3-551-31380-5


Die Reihe